Ereignisse der Woche oder “Fuck You/ Do you know Jesus? Well, Jesus Christ Loves You”

Was für eine Woche!!

Am Mittwoch habe ich am Bahnhof einen Typen gesehen, der etwas auf seiner Stirn tätowiert hatte. Ich konnte nicht lesen, was es war, aber ich konnte nicht aufhören, ihn anzustarren, weil ich es so unglaublich blöd finde, sich etwas quer über die Stirn tätowieren zu lassen. Und das noch in so einer verschnörkelten Schrift. Der Typ torkelte, als der Zug kam, zu mir herüber und stieg neben mir an. Mich wunderte nichts mehr. Schönstes Drogenopfer. Hätte in Berlin gewesen sein können. Solche Leute tätowieren sich auf die Stirn.

Und weil er so dich neben mir stand, konnte ich auch sein Tattoo erkennen. Nein, nicht “Jesus Christ Loves You”. “Fuck You”. Ihr habt richtig gelesen. Dieser Mann hat “Fuck You” auf seiner Stirn stehen. Sein Körper war tätowiert genug um sagen zu können, dass dies ein echtes Tattoo war.

Oh weh.

Am Donnerstag am Bahnhof (die besten Sachen erlebt man, wenn man die Öffentlichen nimmt, richtig? Richtig!) erspähte ich einen Mann, der eine ziemlich große Snickers-Box mit sich herumschleppte. In der Bahn dann vertickte er doch tatsächlich Snickers! Wie geil ist das denn?? Ihr hättet ihn sehen sollen. Als würde er illegale Uhren verkaufen. So hat er sich aufgeführt. Das Beste kommt aber noch. Nachdem ihm einige Passagiere Süßware abgekauft haben, zückte er… einen Koffer mit SELBSTGEBRANNTEN DVD´s!!! Wenn ich mich richtig entsinne, dann habe ich an dieser Stelle laut losgeprustet. Er pries dann einen Mann, der fröhlich an seinem Snickers mampfte, die neuesten DVD´s an. Natürlich handbeschriftet. Und der Mann kaufte 2 Stück. Nachdem er sich mehrfach im Abteil umgesehen hatte. Es war kein Polizist da. Ich schätze auf ca. 300 DVD´s im Köfferchen. Leider konnte ich keine Raubkopie kaufen, da ich aussteigen musste. Wie schade. Ich hätte wirklich gerne nochmal Crazy, Stupid, Love gesehen. In einer illegalen Version, die wahrscheinlich andauernd hängt. Und in Spanisch ist, das würde gut passen… Nicht!

Diese Art Süßwarenverkäufer sind hier echt überall, die kommen sogar an Bushaltestellen vorbei! Und finden immer Abnehmer. Ich habe nicht den Eindruck, dass es legal ist.

Aber dafür glauben die Amerikaner nicht, dass Prostitution in Deutschland erlaubt ist. Immer, wenn sie danach fragen, und ich erzähle, dass ich quasi neben dem Straßenstrich gewohnt habe in Berlin (Potsdamer Straße in Schöneberg, Ecke Kurfürstenstraße… Meine 1. WG. Ich ahnte nichts und wunderte mich immer nur über die extrem geschminkten Frauen beim Einkaufen.), dann glauben sie mir einfach nicht.

Musikanten gibt es hier in der Bahn auch, die kommen immer mit ihren Frauen und den Babies, dann gibt es mehr. Die Leute geben hier auch alle etwas.

Heute habe ich erneut auf die Bahn gewartet und auf einmal stürzte ein junger Mann, etwas älter als ich (ja, ich bin noch jung. 24 ist überhaupt kein Alter!!), auf mich zu, stellte sich mit Namen vor, schüttelte wild meine Hand und fragte mich dann, ob ich in die Kirche ginge. Als ich verneinte, fragte er, ob ich Jesus kenne? Stellt euch das vor, ich habe doch tatsächlich mit JA geantwortet! Wow. Rupert, der junge Mann, eröffnete mir dann, dass Jesus Christus mich liebe. Und verschwand in die nächste Bahn. Rupert, nicht Jesus Christus.

Heute war ich im Griffith Observatory (super schön, ich werde Bilder posten) und ich habe gleich 2 Heiratsanträge mitbekommen :) Beide Mädels haben angenommen. Soooo süß. Da war ich ganz rührselig. Ich war noch nie bei einem Heiratsantrag dabei. (edit: beim Korrekturlesen muss ich über diesen Satz echt lachen. Als wäre das ein Event, welches zugänglich für die Öffentlichkeit ist ;))Beim 2. war ich auch nur dabei, weil ich ein Foto gemacht habe und mich gewundert habe, was die 2 da so in der Ecke stehen ;) Ich will auch heiraten.

4 Highlights meiner Woche.

Ich muss jetzt ins Bett, da ich morgen früh nach San Diego fahre (und NICHT in die Sea World oder den Zoo gehe, thank you very much.) und fit sein will.

Die letzten Tage…

Noch ca. eine Woche mit LA-Posts, dann kommen Themen aus Deutschland. (das kann sich aber auch noch alles ändern, also freut euch nicht zu früh)

Uuuuuuuuuund, wer noch vor Weihnachten etwas Backen will, der macht dieses Rezept von Emily und ändert es wie folgt: nur eine halbe Banane nehmen, komplett Vollkornmehl, 1/2 Tasse Zucker ingesamt, 2-3 EL Zimt, 1 Vanillestange dazu, backen –> super leckere Zimtplätzchen sind fertig. Die Schokotropfen passen erstaunlich gut dazu. Die Plätzchen UNBEDINGT über Nacht stehen lassen. Sie gingen weg wie warme Semmeln auf der Arbeit und ich muss sagen, dass sie auch mir geschmeckt haben. Also, Melie, worauf wartest du??

Als Abschluss noch ein Spermabild.

Nighty night!

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7 Gedanken zu “Ereignisse der Woche oder “Fuck You/ Do you know Jesus? Well, Jesus Christ Loves You”

  1. You’re so sweet :-)
    Bin gerade aus Mannheim gelandet und hab heute keine Zeit mehr zum Backen (abgesehen davon stört mich die Banane, egal ob ganz oder halb!), werde dir aber ziemlich zeitnah eine Email schreiben und von meinem Phopa mit meinen Herzkeksen berichten. Und ein Foto schieße ich dir auch noch! :-)
    Die Heiratsantragsstory finde ich am Schönsten, wobei der Tätowierte reizt mich ja auch! Was solls, ich wünsche dir eine super Zeit, genieße die letzten schönen Momente bevor du ins kalte, verregnete, triste und weniger attraktive Deutschland zurückkehrst.
    TAKE CARE ;-)
    Und… Sah Rupert gut aus?

    • mensch, melie, das sind die kekse, die ich gebacken hatte, bevor wir ins robert johnson sind! die magst du!!!
      tu das!
      freu mich auf dich. genieße die sonne hier, bombastisches wetter!
      off to san diego.
      ahoi!
      neeeeeeeeeeeeeeein, leider nicht!

  2. Das ist das absolut geilste Tattoo von dem ich je gehört habe. Gut, für Jobs im Dienstleistungssektor ist das nicht ideal, aber dafür scheint sich dieser Humorist auch nicht wirklich zu interessieren. Schade _dass_ es nicht in Berlin war, ich hätte ihm gerne eine Kiste veganen Wein gespendet.

      • Da müsste er sich beeilen wenn er nach Berlin kommen wollte, denn die Stadt ist stark am vermünchnern. Die ersten Schlipskasper sollen bereits im normalen Straßenbild gesichtet worden sein. Also Klamotten, die man anzieht wenn jemand gestorben ist. Für Dystopiefans wird es zunehmen schwerer sich in Berlin wohl zu fühlen, wir müssen dann wohl nach Essen oder Dortmund umziehen. Oder St. Petersburg. Fast gleich weit weg. Apropos. Prenzlauer Berg hat zwar die Russen überlebt, aber wird es mittelschichtige Biomutties auch überleben?

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