„FUCK“ ist nicht gleich „FUCK IT“.

Genau. Es ist ein riesen Unterschied, ob man einfach nur „Fuck“ sagt (oder brüllt) oder „Fuck IT“. Probiert es mal aus. Es fühlt sich ganz anders an.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich heute „Fuck“ gesagt habe, ehrlich nicht. Ich fluche selten, aber wenn, dann richtig. Typisch Skorpion halt 😉 Woa, ein Smiley! Der erste richtige des Tages!!

Warum ich so genervt war, ist leicht zu erklären. Ich bin ja jetzt im letzten Semester meines Studiums und werde diese Zeit aber nicht in hier in Deutschland verbringen, sondern im Ausland. Mein Auslandssemester unterteilt sich in 2 Teile. Zuerst werde ich ein Praktikum bei PETA (jaaaaaaaaaaaaa, PETA!) in LA (jaaaaa, LA!) machen, bevor es nach London (jaaa, London ♥) an eine Uni geht für die restlichen 3 Monate. Nun habe ich am Freitag erfahren, dass ich ganz spontan eine komplette Bewerbung einreichen muss, inklusive Kopien aller relevanten Zeugnisse, Passfoto, etc. Schön, wenn man gerade umgezogen ist und diese Sachen erst einmal rauskramen darf und vor allem, wenn man unbedingt bis Montag ein Passbild braucht, man aber auf einem Dorf ohne Auto festsitzt. Herrlich.

Die Unterlagen sollen jedenfalls bis heute vorliegen. Utopisch. Deswegen musste ich sie persönlich an unsere Partner-Uni bringen, um zu gewährleisten, dass alles pünktlich ankommt. Der Post traue ich nämlich nicht.

Übers Wochenende habe ich dann also alle Unterlagen ausgefüllt und der Plan für heute war, bevor ich an die Uni fahre, vorher noch Passbilder zu machen.

Heute morgen klingelt dann mein Wecker, ich super müde, weil ich mal wieder nicht einschlafen konnte und bis 5h wach lag.

Ich dann im Internet nach Fotostudios in der Nähe geschaut, 2 Adressen notiert, ins Navi eingegeben und losgefahren. Alles super, bis es auf einmal hieß „Sie haben Ihr Ziel erreicht, Ihr Ziel liegt rechts“, nur von einem Fotostudio war keine Spur. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass ich es eilig hatte, da ich bis zu einer bestimmten Uhrzeit wieder zu Hause sein musste. Da war ich schon ein bisschen genervt, aber ich hatte ja noch eine Alternative. Die ich nach 20 Minuten immer noch verzweifelt suchte. „Macht nix“, sagte ich mir, weil Fotostudios gibt es in dieser Stadt wie Sand am Meer und wenn ich jetzt keines sehe, frage ich Passanten. Auf der Suche nach einem Studio (welches ich erstmal nicht fand), sah ich eine Filiale meiner Bank und holte schnell einen Auszug.  Auf dem Weg aus der Bank fragte ich eben noch eine Frau, ob sie ein Fotoatelier in der Nähe kenne, sie verneinte, verwies auf Polizisten (!) draußen auf der Straße und ich sprintete nach draußen, weil ich genau vor der Bank am Seitenrand geparkt hatte. Und da standen sie, 2 Beamte, die gerade den Abschleppdienst (!!) angerufen hatten, um mein Auto abzuholen.  Der männliche Polizist war noch ganz nett und meinte, es täte ihm ja sehr leid, aber ab 12h dürfe man dort nicht mehr parken (es war natürlich NACH 12h) und ob ich das 800m weiter entfernte Schild nicht gesehen habe? NEEEEEEEEEEEEEEEEIN, habe ich nicht! Die Polizistin war weitaus weniger freundlich und kam dann an um zu fragen, ob sie den Abschleppdienst abbestellen solle?! Äh, klar, oder meinst du, ich steh hier und seh zu, wie mein Auto abgeschleppt wird?? Hat die Frau Humor. Ich bin sicher, mit 20 Euro Ermahnung muss ich rechnen und das ist soooooo lächerlich, weil ich nur einen Auszug geholt habe. (Vorhin war das übrigens der „fucking“ Auszug und kein normaler. Hätte ich statt „fuck Auszug“ einfach mal „fuck it“ gesagt.)

Weiter auf der Suche nach einem Fotostudio. Ich laut fluchend im Auto (besonders gelungen eine Kombination von deutschen, irischen und französischen Kraftwörtern). Nach 15 Minuten sehe ich ein Fotostudio,aber keinen Parkplatz in der Nähe, parke dann bei einer Bekannten im Hof, 5 Minuten Fußweg entfernt, laufe zurück zum Studio, mache die Fotos (das geht glücklicherweise schnell, auch wenn die Frau im Fotostudio etwas irritiert war, als ich reinstürmte in den Laden und sagte „ich muss ein Passbild machen!!“. Innerhalb 5 Minuten war ich draußen, Locken zurechtlegen „Darf ich?“ miteinkalkuliert. Im Auto lag übrigens die Notiz, ob ich ein Foto im Pass- oder Bewerbungsformat brauchte… Da lag sie gut! Ich habe mich dann für letzteres entschieden und ein Foto ins Passformat schneiden lassen, für den Fall der Fälle.), laufe zurück zum Auto, fahre zur Uni, komme an, will die Unterlagen abgeben… und darf warten, weil die Sekretärin am Telefon ist. Hatte ich erwähnt, dass ich es eilig habe und mich schon vor 10 Minuten auf den Heimweg hätte machen sollen?? Ok, ich gebe die Unterlagen ab, alles gut, Passfoto-Format, finde, ich habe ein extremes Mopsgesicht auf den Bildern, aber was soll´s, setze mich ins Auto, will vom Gelände fahren, Missverständnis mit einem anderen Autofahrer, der mich zur falschen Seite schickt, dort gibt es keine Ausfahrt. Wenden, zurückfahren, Ausfahrt finden und über die Autobahn nach Hause. Autobahnteil ist gesperrt, Navi leitet mich um, weitere 10 Minuten verschenkt.

Ich komme daheim an, fluche immer noch vor mich hin. Telefoniere mit meiner alten Hausverwaltung, die bekommen die Kautionsauszahlung nicht auf die Reihe, ich fluche weiter, sage mir dann, dass es jetzt mal genug schlechte Laune ist und rufe „Fuck IT“. Ich halte inne. „Fuck IT“? „It?“. Ja. „It“. Fühlt sich so viel besser an. Statt sich über alles sinnlos aufzuregen, aber mit den Sachen nicht abzuschließen (ich kann mich lange am Stück über etwas aufregen), sage ich „Fuck IT“ und meine „scheiß drauf“, der Drops ist gelutscht, ich kann es nicht mehr ändern und fühle mich gut.

Warum bin ich da nicht eher draufgekommen, ich habe doch das Buch gelesen!

Aber besser spät als nie! Ich habe mich inzwischen schön abreagiert und lecker Lunch gegessen. Generell war das heute auch nicht so wild, wenn ich mir das überlege…

Gebackene Auberginen im Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer.

Verpackt im Salat! (Couscous, Endivie, Mais, Kidneybohnen, Gurke + ein Dressing aus Limettensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zimt und Hefeflocken)

Und jetzt mache ich mir den Tag schön! Schlechte Laune ist verboten. Packt die Badehose gute Laune aus 🙂

Frage: habt ihr auch solche Tage? Wenn ja, was macht ihr dagegen?

Advertisements

4 Kommentare zu “„FUCK“ ist nicht gleich „FUCK IT“.

  1. Oh nein!! Dann ging es dir gefühlt sehr ähnlich wie mir. Heute ist wirklich alles irgendwie einem in die Quere gekommen,w as nur konnte…na ja, fast…die Bahnen fuhren ausnahmsweise… ich musste mich vorhin auch ein wenig in meinem Blog auskotzen, solche Tage braucht man nicht oft. Was dagegen tun? Tief durchatmen und schlafen gehen 😉

    • die Bahnen furhen? na, das ist ein Grund zum Feiern!
      Schlafen gehen ist gut, definitiv!
      Ich habe mich beim Sport noch schön ausgepowert, das hat auch gutgetan. Und wenn alles nix hilft… „Fuck it“ sagen 😀

  2. Stimmt, Sport/Bewegung hilft auch. Ich bin dann noch auf dem Weg nach Hause eine halbe Stunde zu Fuß gegangen und bei dem kühlen Wetter wird der Kopf so schön frei dabei.
    Ich wünsche dir einen viiiiiel angenehmeren Tag heute!!

    Übrigens: Finde deine Pläne bzgl. Auslandssemestern seeehr schön, da plane ich auch noch was, es dauert aber noch etwas.

    Liebe Grüße
    Pfeffi

    • das stimmt! ein kühler Kopf ist dann genau das, was man braucht.
      Danke, das ist lieb, das gleiche für dich!!

      Und es ist nie zu früh, mit Plänen anzufangen 😉
      Ich werde dann berichten, wie es mir ergeht 🙂

Fragen? Anregungen? Wünsche? Oder einfach nur ein "Hallo"?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s