Es war einmal…

… eine kleine, wütende, pflanzenfressende Praktikantin im Freizeitpark.

An einem wunderschönen sonnigen Sonntag im Dezember begab sie sich mit 2 Freundinnen in den Magic Mountain Freizeitpark.

Der Park war fast wie leergefegt und die Praktikantin freute sich riesig, nirgendwo anstehen zu müssen und die besten Achterbahnen nicht nur in der ersten Reihe, sondern auch mehrmals hintereinander fahren zu können.

Und das alles bei schönstem Sonnenschein.

Wie ihr seht, war die kleine Praktikantin nicht von Anfang an wütend.

Achterbahnfahren bringt gute Laune.

Aber 2 Stunden wilde Fahrerei führten dazu, dass sich die kleine Praktikantin etwas flau im Magen fühlte und da tat es auch ein carrot cake Larabar nicht, der sowieso viiiiel zu süß für den Geschmack der Herzhaft-Liebenden Praktikantin war.

Also begab sie sich auf die Suche nach Futter.

Im Plan von MM waren verschiedene Cafés mit einem Stern und dem Vermerk „Vegetarian Options“ vermerkt. Dies bedeutete auch vegane Gerichte. Das freute die Praktikantin riesig und so machte sie sich auf den Weg zu diesen Cafés.

An Station 1 angekommen erwartete sie Folgendes:

  • Pizza
  • Salat (Eisberg, Tomate, Gurke. Nochmal? Eisber, Tomate, Gurke et c´est tout!)
  • Soda in allen Varianten
  • Pommes Frites
  • Chicken Strips

„Hhhhhhhhhhhmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm“ machte die kleine Praktikantin und verzog die Miene.

Seufzend begab sie sich in die Schlange, um einen Salat zu bestellen, dessen Bestandteile sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte.

Als sie an der Reihe war, fragte sie zunächst, ob der Salat und das Dressing vegan seien. Diese Frage stoß auf Unverständnis und vor allem begegnete die kleine Praktikantin einer Servicekraft, die nicht wusste, was Veganismus ist, geschweige denn, welche Produkte Milch enthalten.

Nachdem die kleine Praktikantin verständlich gemacht hatte, dass sie den Eisberg-Tomate-Gurke-Salat nicht ohne Dressing essen wollte, sagte die Servicekraft, das Dressing sollte eigentlich vegan sein und wollte die Bestellung aufnehmen. Aber nicht mit der kleinen Praktikantin! Sie beharrte auf der Auflistung der Zutaten für das Dressing und fiel fast in Ohnmacht. 2. Zutat „high fructose corn syrup“ gefolgt von anderen schlimmen Zutaten und natürlich auch unveganen Bestandteilen. Statt dem Ranch-Dressing könne die Praktikantin ja auch Italian-Dressing haben, bemerkte die Servicekraft. An diesem Punkt schlug sich Verzweiflung in der Praktikantin breit, da das Italian-Dressing in den USA wohlgemerkt Milchzutaten enthält. In ihrer Verzweiflung fragte sie nach einer kleinen Portion Pommes und wollte wissen, ob diese in Pflanzenöl frittiert worden seien. Die Servicekraft ging zu einem Kollegen, fragte nach und kam mit der Ansage „Ähm, also, es ist Sojabohnenöl, was auch immer das ist, ist das pflanzlich?“ zurück. Duuuuuuuuuuuuuuuh. Allerdings, das musste die Praktikantin der Servicekraft lassen, gab sie wenigstens zu Bedenken, dass die Pommes in der gleichen Friteuse wie die Chicken Strips frittiert werden.

Betrübt und hungrig zog die Praktikantin von dannen, bis sie einen Bretzel-Stand entdeckte. Dort angekommen fragte sie den Bretzel-Verkäufer, ob die Teigwaren mit Butter bestrichen seien. „Ich glaube nicht“, lautete die Antwort.

Wer die kleine Praktikantin kennt, der weiß, wie gut sie seufzen und einen missbilligend schauen kann und so sagte sie „wenn du es nicht weißt, dann gehe ich lieber auf Nummer sicher und nehme keine Bretzel“, worauf der Verkäufer sie bloss anstarrte und gar nichts mehr verstand. Auch er hatte zuvor nicht den Zusammenhang zwischen Butter und der Aussage, die kleine Praktikantin würde keine Milchprodukte essen, verstanden.

Nach 2 weiteren Achterbahnfahrten ohne Essen MUSSTE die kleine Praktikantin einfach etwas zu sich nehmen und da entdeckte sie es: einen kleinen Stand mit soft frozen lemonade. Vegan, fruchtig, kalt, erfrischend, zuckerhaltig- das würde definitiv helfen!

Und das tat es auch. Die kleine Praktikantin war erleichtert und höchst erfreut über die Tatsache, dass die Verkäuferin tatsächlich auch wusste, was in der lemonade enthalten war.

Die lemonade war sogar so gut, dass die kleine Praktikantin nur noch mit dem Kopf schütteln konnte, als sie an einem weiteren „veganerfreundlichen“ Café vorbeikam und folgende Auflistung erblickte und sich gar nicht mehr aufregte:

  • pickles
  • fruit mix
  • soda

Und abends, als die kleine Praktikantin wieder daheim war, kochte sie sich erstmal ein leckeres, gesundes und vor allem rein veganes Dinner 🙂

Und lebte happily ever after!

Das sollte man nicht vergessen haben 😉

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7 Kommentare zu “Es war einmal…

  1. Achja…das Leben ist manchmal garnicht so einfach…gerade dann nicht, wenn man so hungrig ist 😉 Manchmal steh ich auch kurz vor der Verzweiflung, weil ich einfach nichts essbares finde…Aber zum Glück hast du ja durchgehalten und dann zu Hause etwas noch vieeel besseres gekocht 😉 …Aber Respekt, dass du überhaupt so lange durchgehalten hast 😀 …Wäre ich mit flauem Magen weiterhin in die Achterbahn gestiegen..dann hätte ich wohl…gebrochen?! 😉

    • Das stimmt 😉
      Deswegen sollte man auch immer etwas zu essen dabei haben. (Ich habe auch wirklich meistens einen Apfel, Riegel oder einfach Mandeln dabei).
      Haha, na, die eine Achterbahn bin ich dann auch nur einmal gefahren, weil ich eben NICHT brechen wollte 😀 Und es hat geklappt!

  2. Oh mein Gott…. besser gehts gar nicht…da hätte ich dich gerne erlebt =D

    Dein blick und deine aussagen waren bestimmt so süß, wie wenn du sagt „mir ist so schlecht“ 😉

    tauschend hugs :-*

  3. Pingback: Wann bleibt neben der Arbeit noch Zeit für Sport?! | Aber bitte mit Sojamilch!

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