Battersea, London.

Jetzt, nachdem ich umgezogen bin, teile ich euch gerne mit, wo ich von Januar bis Mitte Juli gewohnt habe:

im schönen Battersea.

Battersea ist zwischen Clapham, Vauxhall und Chelsea und ganz nahe an der Themse. Ich habe nur ein paar Minuten vom Battersea-Park entfernt gewohnt und war dort auch immer joggen. Der Park ist ein absoluter Traum, und egal, ob ihr nun hier wohnt oder nicht- ein Besuch lohnt sich in jedem Fall! Vielleicht habt ihr ihn sogar im Fernsehen gesehen, beispielsweise bei dem Jubiläum der Queen, als die Parade dort gestartet ist.

Warum bin ich nach Battersea gezogen?

Erstmal ist die Wohnungs- bzw. Zimmer-Suche in London eine Katastrophe. Angebote bekommt man zwar tausende, aber was einem gezeigt wird… Statt einer Tür im Badezimmer gibt es eine Sperrholzwand, aus dem Bett kann man rausfallen, weil es einfach total schief im unebenen Raum steht, das Bad voller Schimmel, Misch-Batterien Fehlanzeige, Küchen so winzig wie in einem Puppenhaus, Zimmer ohne Fenster (!), Zimmer zum Teilen (also mal ehrlich, für 1 Monat würde das ja noch gehen, aber länger?! NICHT mit mir!!!)…
Ihr seht, da kommt Freude auf!

Jedenfalls hat mich nach 1 Woche Suche meine jetztige damalige Mitbewohnerin kontaktiert, weil sie meinte, wir würden gut zusammen passen und sofort, nachdem ich die Wohnung betreten habe, war mir klar, dass ich hier einziehen würde. Mischbatterien sowohl im Bad als auch in der Küche, mein Zimmer mit Fenster+Balkon nach Süden, Fenster in jedem Zimmer, echte Fliesen im Bad, Esstisch in der Küche, funktionierende Heizung! Hossa! Dafür nahm ich auch die (zugegebenermaßen) horrende Miete und ein furchtbares Bett (nach den ersten Nächten hatte ich blaue Flecken von den Federn in der Matratze an den Rippen) in Kauf.
Aber der Hauptpunkt, warum ich hierher gezogen bin, war der, dass ich mit dem Bus in weniger als 30 Min. zur Uni und Arbeit fahren konnte und ich alles Nötige hier hatte. Park, Post, Supermärkte, Nachtbus und Bahnstation. Zwar keine Tube, aber die brauchte ich auch selten. Somit habe ich wirklich Kosten gespart, da ein Busticket 1,35 Pfund kostet, während man mit der Tube 2 Pfund bezahlt (zumindest ich in Zone 1, sonst ist es mehr).
Battersea an sich ist ein schöner Stadtteil, der sehr sicher ist, und von einigen Kiffern abgesehen habe ich auch keinerlei Drogentypen gesehen, auch wenn es im Norden einige Dealer geben soll. Wohl eher in Brixton. Nach Berlin kann mich aber eh nichts mehr schocken ;).

Es wohnen hier einige Familien mit Kindern und gerade im Battersea-Park ist immer etwas los.

So „posh“ wie Battersea gehandelt wird finde ich es nicht, das liegt vielleicht auch daran, dass es hier ein paar council estates gibt, aber hier zu leben war definitiv schön und ich könnte mir vorstellen, nochmal hier zu wohnen, weil es wirklich toll ist.

Es gibt einige Supermärkte in Battersea und Büchereien, Ärzte, kleine Läden und auch ein paar Pubs und Restaurants, allerdings ist Battersea kein idealer Stadtteil, wenn man Party machen will. Ich wohne gerne etwas ruhiger, insofern war es für mich perfekt, aber ich habe schon in Berlin am liebsten in Schöneberg-Tempelhof gewohnt und wäre für kein Geld der Welt in den Osten gezogen und hier in London ist es genauso!

Aber generell ist mein ultimativer Tipp der, sich erst VOR ORT etwas zu suchen und zwar in folgender Reihenfolge: 1. Arbeit, 2. Wohnung. Außer, ihr seid gerne 3h täglich unterwegs, um zur Arbeit zu kommen. Ich fand meine 20 Min. von Haustür zu Hoteltür einfach klasse und würde immer wieder der „Arbeit hinterherziehen“.

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