Schnelle vegane Kartoffelsuppe

Immer, wenn ich mich nach Europa sehne oder meine Mama besonders doll vermisse oder einfach an Zuhause denke, will ich Kartoffelsuppe essen.

vegane Kartoffelsuppe

Meine Mama und meine Oma haben beide ihr ganz eigenes Rezept und es erinnert mich an alle schönen Sachen, wenn ich Kartoffelsuppe mache. Kartoffelsuppe ist fuer mich auch ziemlich Deutsch und verbindet mich mit der Heimat.

Hier mein Rezept für meine eigene Version der Suppe.

Schnelle Vegane Kartoffelsuppe mit Gemüse

Zutaten fuer ca. 4 Personen:

  • 1 TL Kokosoel
  • 4 grosse Kartoffeln, gewaschen und grob in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Moehre, gewaschen und grob in kleine Stücke geschnitten
  • 4 in Oel eingelegte Tomaten, grob in kleine Stücke geschnitten
  • 1/2 Zucchini, gewaschen grob in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 600ml Gemuesebruehe
  • 1 Salbeiblatt oder 1/2 TL gerebelter Salbei
  • 1 Zweig Rosmarin oder 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 EL frischer Majoram oder ca. 2 TL gerebelter Majoram
  • 1 Chillischote oder Chilli nach Belieben

Zubereitung:

Die Zwiebel im Kokosoel in einem grossen Topf fuer ca. 2 Minuten anschwitzen. Die Kartoffeln und das Gemüse hinzufügen und mit der Gemeusebruehe ablöschen. Die Gewürze und Kraeuter hinzufügen und fuer ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Sobald das Gemuese gar ist, entweder mit dem Stabmixer oder im Standmixer glatt pürieren.

Ich serviere diese Suppe mit veganen Wuerstchen, frischen gewürfelten Tomaten und Chillisauce.

Guten Appetit!

Veganer Gemüse-Bohnen-Eintopf

Obwohl ich ja gerade Hochsommer hier in Sydney habe, so sehne ich mich doch nach warmen, winterlichen Gerichten.

Ich erinnere mich, dass es letztes Jahr, während ich in Asien war, ganz genauso war.

Mein Körper ist halt an europäisches Klima gewöhnt!

Gestern habe ich diesen leckeren Stew gemacht – erst wollte ich ein Chilli machen, aber ich wollte etwas mit mehr Gemüse.

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Der Eintopf ist in nur 20 Minuten fertig und das Rezept macht genug für 4+ Personen, also perfekt für eine hektische Woche, wenn man nicht viel Zeit fürs Kochen hat.

Eine Notiz am Rande: ich koche seit ziemlich langer Zeit schon ohne Öl und es bekommt mir viel besser. Ich esse nicht gar kein Öl mehr, aber viel weniger als vorher. Im Rezept ist demnach kein Öl, aber wenn ihr mögt, könnt ihr das Gemüse in Öl anschwitzen.

Veganer Gemuese-Bohnen-Stew

Zutaten:

  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Kartoffeln (mittelgross), gewuerfelt
  • 1 grosse Möhre, gewürfelt oder in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Zucchini, gewürfelt oder in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Handvoll gruene Bohnen, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 1-2 Dosen Bohnen oder Linsen nach Wahl. Ich habe Kidney-Bohnen verwendet.
  • 2 Dosen gewuerfelte Tomaten in Saft – je besser die Qualitaet, desto leckerer der Stew!
  • 2 Zweige Rosmarin oder ca. 2 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 Zweig Majoran oder 1 TL gerebelter Majoran
  • 1 Salbeiblatt oder 1/2 TL gerebelter Salbei
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL geraeucherte Paprika
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 1 Wuerfel Gemüsebrühe
  • etwas Suesse, z.B. 1 TL Dattelsirup oder Zucker
  • 1 EL Balsamico

Zubereitung:

Die Zwiebeln in einen grossen Topf geben und bei mittlerer Hitze mit ca. 4 EL Wasser garen. Etwas Salz hinzufügen.

Nun die Kartoffeln hinzufuegen, die Gesebrühe und ca. 200ml Wasser hinzugeben und für ca. 2 Minuten garen.

Die gehackten Tomaten, Gewürze, Kräuter, Balsamico und Suessstoff und das restliche Gemüse hinzufügen und gut umrühren.

Den Topf zudecken und bei mittlerer Hitze fuer ca. weitere 15 Minuten garen. Eventuell zwischendurch etwas Wasser nachgiessen – das kann je nachdem, welche Konsistenz ihr mögt, mehr oder weniger sein.

Abschmecken, die Kräuter entfernen (falls frische verwendet), garnieren servieren! Ich habe bei mir veganen geriebenen Käse (hier gibt es einen ganz tollen ohne Palmöl und Soja!) und Koriander hinzugegeben.

Guten Appetit.

Warum man als Veganer Salat nicht langweilig findet.

Ich esse jeden Tag einen Salat.

Salat mit Linsen und Tofu

Salat mit Linsen, Tofu, eingelegten Tomaten und Artischocken, Kapern und Oliven mit Chilli-Dressing

Und jeden Tag auf Arbeit werde ich gefragt, ob es denn nicht mega langweilig sei, immer Salat zu essen.

Auch Freunde fragen oft, ob mir Salate denn noch schmecken würden.

veganer Salat mit Pfefferminze und Tomaten

Salat mit verschiedenen Tomaten, Gurke, Möhren und Pfefferminze

Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man überhaupt so etwas fragen kann!

Nicht jeder Salat muss ein Garten-Salat mit Blattsalat, Gurke, Tomaten und roter Zwiebel sein.

Ich bereite jede Woche einen anderen Salat zu, und benutze so viele verschiedene Zutaten, dass es mir gar nicht langweilig werden kann dabei.

Und: jedem meiner Freunde oder Kollegen, denen ich von meinem Salat etwas abgegeben habe, musste zugeben, dass es total gut schmecke und gar nicht ‚langweilig‘ sei.

Man kann Salat so vielseitig gestalten:

  • Salatblaetter
    • Gruenkohl
    • Endivie
    • Kopfsalat
    • Spinat
    • Cos
    • Frisee
    • Baby-Gem
    • Eichblatt
  • Dressing
    • verschiedene Ole und Essige, z.B. Himbeer-Essig, Walnuss- oder Chilli-Oel
    • mit Joghurt
    • mit Avocado
    • verduennter Hummus
    • mit Senf
    • mit Sojasauce
  • Protein
    • Erbsen
    • Linsen
    • Tofu
    • Tempeh
    • vegane Bratlinge/Burger
    • Soja-Schnetzel
    • Edamame
    • Hummus
    • Nuesse
    • Kichererbsen oder andere Bohnen
    • Saaten
  • Gemüse/Obst
    • Gurke
    • Tomate – verschiedene Sorten sind auch super
    • Paprika
    • Rotkohl
    • Weisskohl
    • Sellerie
    • Apfel
    • Mango
    • Ananas
    • Mais
    • Fruehlingszwiebel
    • Möhre
    • Avocado
    • Rote Bete
    • geroestetes Gemüse
    • Sprossen
    • eingelegtes Gemuese, beispielsweise Oliven, Artischocken, Tomaten oder Paprika
    • Kapern
  • Kraeuter, möglichst frisch, eine Mischung ist immer super
    • Pfefferminze
    • Basilikum
    • Koriander
    • Petersilie
    • Salbei
    • Rosmarin
    • Thymian
    • Majoram
  • Gewuerze
    • Chilli
    • Ingwer
    • Paprika, normal oder geraeuchert
    • Cumin
    • Lebkuchen-Gewuerz
    • verschiedene Gewuerzmischungen, z.B. von Sonnentor

und es gibt so viel weitere Möglichkeiten, einen Salat lecker und spannend zuzubereiten!

Hier 4 meiner liebsten Kombinationen.

Italienisch inspirierter Salat:

  • Spinat und Kopfsalat
  • frische und getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • Artischocken, gekocht (man kann auch eingelegte verwenden)
  • Oliven
  • Kapern
  • Gurke
  • italienische Kraeutermischung
  • Apfel-Essig und etwas Öl von den eingelegten Tomaten als Dressing

Mexikanischer Salat:

  • gemischte Blattsalat
  • Mais, frisch oder aufgetauter TK-Mais
  • Kidneybohnen, gekocht
  • frische Tomaten
  • Paprika
  • Fruehlingszwiebel
  • Dressing mit Balsamico, etwas Kokosoel, Chilli, Cumin, Paprika und Koriander, Salz und Pfeffer

Kale-Salad, asiatisch:

  • Kale – es geht auch Grünkohl, aber der ist wirklich nicht dasselbe!
  • fein geschnittene rote Zwiebel, in Weisswein-Essig eingelegt
  • Ananas
  • Tofu, gebraten
  • Tomaten
  • Gurke
  • Sesamsamen oder geröstete Erdnüsse
  • Dressing mit geroestetem Sesamoel, Chilli, Sojasauce, dem Weisswein-Essig von den Zwiebeln und Koriander

Winter- Salat:

  • Kale und Spinat
  • Apfel, geraspelt
  • Rote Bete, am besten geroestet
  • Linsen, gekocht
  • etwas Zwiebel, fein gehackt
  • Dressing mit Olivenoel, Balsamico, Rosmarin, Salz und Pfeffer

Es gibt wirklich etliche Möglichkeiten, einen Salat anzurichten, man muss sich manchmal nur mal in der Küche und Vorratskammer umschauen.

Ein weiterer Tipp, um Salate etwas ‚aufregender‘ zu gestalten ist, verschiedene Konsistenzen und Schnittarten zu verwenden.

Beispielsweise kann man Möhren hobeln, gehackte Nüsse hinzufügen, weiche Aprikosenstücke, Gurken spiralisieren…. und schon hat man einen ganz anderen Salat.

veganer Salat mit Bohnen

Salat mit Tomaten, Moehre, Apfel, Gurke, Kapern und eingelegten Riesenbohnen

Guten Appetit!

Essensplanung und Essensvorbereitung fuer Veganer

Schon vor Jahren, wenn ich ueber ‚meal planning‘ gelesen habe, dachte ich, dass es fuer mich ueberhaupt nichts sei.

Ich liebe Kochen und war sicher, dass ich nicht mehr taeglich kochen würde (und ich will ja immer kochen!), wenn ich alle Mahlzeiten planen würde.

Im Nachhinein ist es mir ein einziges Raetsel, warum ich das gedacht habe…

Seit ein paar Monaten plane ich nun Sonntags ein paar Mahlzeiten fuer die kommende Woche, aber hauptsaechlich nutze ich es, um Mahlzeiten vorzubereiten.

Und wisst ihr was? Ich habe viel mehr Zeit für andere Dinge!

Ausserdem, und das ist ein weiterer grosser Pluspunkt fuer mich: ich habe immer etwas gesundes zur Hand. Oft habe ich nach der Arbeit und vor dem Gym einen schnellen Snack gewollt, und es ist ein Brot geworden oder etwas anderes, dass ich eigentlich ueberhaupt nicht wollte und lediglich aus Zeitmangel heraus gegessen habe.

Ich esse taeglich einen Salat als mein Mittagessen und es spart mir so viel Zeit, wenn ich an einem Tag alles fuer die Woche oder zumindest einige Tage vorbereite.

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Dinge, die ich vorbereite:

  • Salate. Fuer 3 Tage mixe ich alles (in Schichten) zusammen und fuer die restlichen 2 Tage der Arbeitswoche bereite ich die einzelnen Zutaten separat zu, sodass ich sie dann abends einfach nur zusammenwerfen brauche. Ich finde, so bleibt alles laenger frisch.
  • Was ich genau am Sonntag mache? Ich…
    • wasche, trockne und schneide Salat klein
    • bereite mein Protein zu – entweder koche ich einen Topf Linsen oder andere Huelsenfruechte, oder ich brate Tofu, Bratlinge oder Falafel
    • schnippel Gemuese, das sich ein paar Tage im Kuehlschrank haelt, klein. Beispiele sind Moehren, Paprika, Zuckerschoten, Sellerie und Gurke. Ich habe auch immer Tomaten in meinem Salat, aber die kann ich ganz schnell am Abend davor noch in den Salat schneiden
    • mache ein schnelles Dressing. Meistens so was tolles wie Kapernwasser mit Chili, Cumin, Salz und Senf oder Balsamico, Senf, Kraeuter der Provence, etwas Olivenoel und Saft von einer Roten Bete, aber eine normale Vinaigrette geht auch. Ich mache immer Senf in meine Dressings und gebe die Zutaten in ein fast leeres Senfglas und bewahre mein Dressing darin auf. (Ganz oft nehme ich aber auch einfach nur Essig und gar kein richtiges Dressing).
  • Suppen. Oft mache ich eine Kartoffelsuppe, die sich super aufwaermen laesst oder eine gemischte Gemuesesuppe (total lecker ist Brokkoli mit Spinat und Kokosmilch).
  • Pasta-Sauce. Mein Standard-Gericht ist meine Perfekte Vegane Bolognese-Sauce. Ich mache einen grossen Topf, sodass man ca. 3x davon essen kann.
  • Bratlinge/Falafel/Burger
  • Snacks
    • Proteinbaellchen
    • Kichererbsen-Pancakes – die man super im Toaster aufwaermen kann
    • geroestete Nuesse
    • Hummus
  • Saucen/Marinaden, beispielsweise eine Erdnuss-Sauce, wenn ich ein Stir-Fry damit plane
  • Gemuese
    • gewuerfelte Zwiebeln
    • Ofenkartoffeln, die man in einen Salat geben oder so als Snack mit Chillisauce essen kann
    • gemischtes Gemuese fuer ein Stir-Fry – ich bereite das allerdings nur vor, wenn ich weiss, dass ich es auch in den naechsten 2 Tagen kochen werde.
  • Fruehstueck.
    • Chia-Pudding. Ich mixe mind. 1 Dose Kokosmilch mit Chia-Samen, und mische das das abends mit dem Obst meiner Wahl. Oft gebe ich noch Kokosflocken hinzu.
    • Fruehstueckspudding mit Chia, Seidentofu und Erdnussbutter. Wie beim Chia-Pudding fuelle ich es abends in einen kleinen Behaelter ab und gebe Obst hinzu.
    • Porridge/Overnight Oats. Ich bereite die Haferflocken mit Chia-Samen und Wasser zu, und gebe dann eine Mischung aus gefrorenen Beeren und frischem Obst hinzu. Kann man ganz einfach für die ganze Woche vorbereiten (wenn es einem nicht zu langweilig wird, 5x hintereinander dasselbe zu essen).

Ihr seht, ihr koennt wirklich alles vorbereiten!

Oft backe ich noch ein paar Kekse, Brot oder Cracker, wenn ich meinen Freund gluecklich machen will oder wir Besuch erwarten.

Suesskartoffel-Kale-Bohnen-Suppe mit frischem Basilikum

Vorgestern habe ich diese leckere Suppe kreiert, die sogar meinem definitiv NICHT veganem Freund geschmeckt hat.

Ich habe mir am 2. Tag noch vegane Wuerstchen von Linda McCartney dazu gebraten und in die Suppe geschnitten, was sehr zu empfehlen ist.

Die Suppe kann man auch prima als Pastasauce verwendet. Entweder so, wie sie ist, oder pueriert.

Eine Notiz vorab: Kale ist nicht gleich Gruenkohl. Also wenn ihr keinen richtigen Kale findet, koennt ihr einfach irgendeinen Kohl nehmen, aber es wird eventuell etwas anders schmecken. (Gruenkohl zB ist etwas bitterer und man braucht deswegen etwas mehr Suessstoff)

suesskartoffelkalesuppe

Zutaten fuer 4 Personen als Hauptgang:

  • 1 El Oel nach Wahl
  • 1 grosse Suesskartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 1 Dose Tomaten in Stuecken
  • 1/4 frischer Fenchel
  • 3 Handvoll Kale
  • 1 Dose Bohnen nach Wahl (ich hatte eine Mischung aus Kidney, Cannellini und Pinto Bohnen)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Apfel-Essig
  • ca. 250ml Wasser
  • 1 TL gerauechertes Paprikapulver
  • Chilli nach Belieben (ich habe 3 TL Chilliflocken genommen und dann noch extra Chillisauce an die fertige Suppe gegeben)
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 Handvoll frischer Basilikum, plus etwas mehr zum Servieren
  • Salz, Pfeffer
  • Suessstoff nach Belieben – ich habe 1 TL Agavendicksaft genommen

Zubereitung:

Alles Gemuese waschen, schaelen und in mundgerechte Stuecke schneiden, die Zwiebel fein hacken.

Das Oel in einem grossen Topf erhitzen und zunaechst die Zwiebel mit einer Prise Salz bei mittlerer Hitze anschwitzen. Die Suesskartoffelwuerfel hinzugeben und 3 Minuten mitgaren. Nun die getrockneten Tomaten sowie die Fenchel hinzufuegen und ca. 2 Minuten mit anschwitzen.

Das Tomatenmark mit in den Topf geben, mit dem Essig abloeschen, umruehren und die gestueckelten Tomaten hinzufuegen. Ca. 250ml Wasser aufgiessen (die Menge haengt davon ab, wie fluessig die Tomaten aus der Dose sind. Falls alles zu fluessig ist, kann man die Suppe ganz einfach mit etwas Staerkemehl binden. Falls es zu dickfluessig ist, einfach mehr Wasser hinzufuegen.).

Nun mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Chilli und Paprika wuerzen. Falls ihr ihn benutzt, den Suessstoff hinzufuegen.

Den Basilikum chiffonieren und ebenfalls mit zur Suppe geben.

Fuer ca. 15 Minuten oder bis das Gemuese gar ist, leise koecheln lassen. Den Herd ausstellen und den Kale, sowie die abgetropften Bohnen hinzufuegen. Gut umruehren, abschmecken und mit frischem Basilikum servieren.

Wie oben erwaehnt kann man gut vegane Wuerstchen mit in die Suppe geben oder auch Hefeflocken zum Servieren nehmen.

Guten Appetit!

Vegan in Asien: Tierleid.

Wenn man als Omni jemanden sagt, dass man nach Asien reist, kommt wohl gleich die Warnung: pass bloss auf, dass du dort keinen Hund isst.

Tatsaechlich ist mir Hundefleisch nur 3x auf dem Menu begegnet und das auch nur in Vietnam.

Dennoch ist es aber so, dass Asiaten in der Regel Teile vom Fleisch essen, die bei uns als Abfall bewertet werden (oder in Tierfutter vermischt und verkauft werden).

Nicht nur ist es hart, alle Innereien auf dem Markt praesentiert zu sehen, es gibt noch andere Erlebnisse, die mir im wahrsten Sinne des Wortes Albtraeume beschert haben. Und dazu zaehlt noch gar nicht mal der tote Schweinskopf, der Buddha in Ankgor Wat praesentiert wurde (neben den Coca Cola Dosen und Zigaretten).

Eine wenige Markte (z.B. hier wo ich gerade bin, auf Cat Ba im Norden von Vietnam) haben eine Trennung von Obst/Gemuese mit Fleisch, doch meistens ist alles total gemischt, d.h., wenn man auf den Markt geht, sieht man unweigerlich grosse Mengen an Fleisch.

Und nicht so schoen verpackt wie in Europa, nein – ganze Stuecke, die oft in der Sonne vor sich her schmoren, besetzt von dutzenden Fliegen und auf Wunsch des Kunden in handliche Portionen gehackt werden.

Ueberall sind Innereien, Schweinekoepfe und – fuesse, Knochenabfaelle und mehr zu sehen.

Es ist aber nicht nur das tote Fleisch leider. In Asien ist alles, was man auf dem Markt bekommt, super frisch. Das Fleisch kommt von der Schlachtung am fruehen Morgen, Gemuese kommt direkt von der Farm und es werden lebendige Tiere verkauft, die entweder direkt vor Ort geschlachtet werden koennen oder die man so kaufen und zuhause zubereiten kann.

Da gibt es Huehner, Kampfhaehne, hunderte von Kueken, Gaense, Enten…

Eine meiner schlimmsten Markt-Erinnerungen ist als wir an einem Stand mit Enten vorbei sind. Man hatte ihnen die Beine zusammengebunden, sodass sie nicht wegkonnten, und 3 von ihnen sassen in einer kleine Wanne zusammengepfercht. Es war heiss an dem Tag, 32 Grad im Schatten und die Enten hatten Durst. Ich musste zusehen, wie sie in groesster Verzweiflung Wasser suchten – sie haben sich gestreckt, so weit es ging, den Hals verrenkt und dann hat es eine Ente geschafft, aus einer mit Fischabfaellen uebersehten Pfuetze ein wenig schlammiges Wasser zu trinken. Ich fand es so furchtbar, dieses Leid mitanzusehen und nichts tun zu koennen.

Dann die Voegel. Man haelt hier Voegel in Kaefigen fuer Glueck. Auch wenn sich viele Besitzer um die Voegel kuemmern, und zumindest den Kaefig sauberhalten, tagsueber mit einem Tuch abdecken als Schutz vor der Sonne und regelmaessig fuettern, das ist nicht immer der Fall. Oftmals sind viel zu grosse Voegel in viel zu kleinen Kaefigen und fristen in ihrem eigenen Dreck ein tristes Dasein.

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Und die Fische und Meeresfruechte, die man ebenfalls auf jedem Markt und in Restaurants sieht.

Man kann toten Fisch und lebenden Fisch kaufen.

Fuer letzteres: Es sind nicht immer Aquarien, vielmehr sind es Schuesseln, in denen die Meerestiere gehalten werden. Meist nicht mit ausreichend Wasser bedeckt schnappen sie nach Luft, bis sich jemand erbarmt und etwas Wasser nachgiesst, da tote Fische (wenn sie lebendig sein sollen) nicht verkauft werden.

Krabben werden bei lebendigem Leibe die Arme und Fuehler abgeschnitten und so verkauft.

In Ho Chi Minh City in einem Fischrestaurant, in welches meine Freunde wollten und von welchem in schnurstracks in mein veganes Restaurant bin, wurden die Krabben ebenfalls so vorbereitet und dann ohne vorheriges Kochen auf den Grill gelegt. Dort versuchten sie den Flammen zu entkommen. Ohne Erfolg.

Fuer die Leute hier sind diese Methoden voellig normal.

Und wenn wir ehrlich sind, dann ist es in Europa nicht besser, nur wird das meiste hinter geschlossenen Tueren gehandhabt.

Maerkte sind aber nicht der einzige Ort, an dem man Tierleid begegnet.

Waehrend hier im Norden von Vietnam wirklich Haustiere gehalten werden, um die man sich kuemmert (Futter, Impfungen, Streicheleinheiten, gesundes Fell, Halsband und warme Unterkunft), sieht man im Rest des Landes und angrenzenden Laendern komplett abgemagerte Hunde, Kuehe, Gefluegeltiere und Katzen.

Keiner impft die Tiere aufgrund von Geldmangel, keiner sterilisiert die Tiere aufgrund von Geldmangel und ebenfalls aus Geldmangel bekommen die Tiere auch nicht genug zu essen.

Gerade Hunde sind lediglich dazu da, das Haus zu bewachen – alles andere ist egal.

Meine vietnamesische Freundin sagte „Ein Hund ist hier kein Teil der Familie. Kein Tier ist das.“

Ich bin mittlerweile knapp 8 Wochen unterwegs und immer noch zerreisst es mir das Herz, wenn ich Tierleid mitansehen muss.

Ich bin dann mal weg.

*** Dieser Post sollte eigentlich schon vor 6,5 Wochen abgeschickt werden… Und gegen meiner Erwartung habe ich es ueberhaupt nicht an irgendeinen Computer zum Bloggen geschafft. ***

Vor 3 Jahren haben eine Freundin und ich uebers Reisen gesprochen.

Und gesagt, dass wir beide wahnsinnig gerne mal eine Weltreise machen wuerden.

Nur habe ich gesagt, dass ich ja ueberhaupt nicht der Rucksack-Reise-Mensch sei und mir das nicht vorstellen koenne.

Dennoch waren wir uns sicher, dass wir irgendwann, eines Tages, einmal zusammen reisen gehen wuerden.

2 Jahre spaeter haben wir dann erneut etwas laenger ueber diesen Plan gesprochen und vor einem halben Jahr dann beschlossen, ihn in die Tat umzusetzen.

Ich habe meinen Job und Wohnung gekuendigt, meine Zelte in London fuers Erste komplett abgebrochen (und das fiel mir so schwer, dass ich die letzten Wochen permanent geheult habe) und mein one-way Ticket nach Thailand gebucht.

Manchmal kann ich es immer noch nicht fassen und ich freue mich SO sehr auf die Reise, dass ich fast platze.

Ich werde mich hauptsaehlich in Asien und Australien bewegen und bin so gespannt, wie es mir als Veganerin ergehen wird.

Aber bitte mit Sojamilch werde ich nicht regelmaessig weiterfuehren, doch ich habe einen Reiseblog, den ich hoffentlich updaten kann (ich nehme keinen Laptop oder aehnliches mit, um mich richtig frei machen zu koennen).

Wer Interesse hat, kann gerne bei Mika Travels vorbeischauen. Der Blog ist auf Englisch, da die Mehrzahl meiner Freunde nicht Deutsch spricht und da ich sowieso nicht mehr nach Deutschland zurueck will, bietet sich das einfach mehr an.

Danke fuers Lesen bisher uns bis bald!