Rohvegan – uneingeschraenkt empfehlenswert.

Seit Ewigkeiten wollte ich schon einen Post ueber das Buch „Rohvegan – mein 4-Wochen-Selbstversuch“ von Claudia Renner, Autorin von Claudi goes vegan, schreiben und kam bis dato leider gar nicht dazu. rohvegan Dabei habe ich das Buch nicht nur so verschlungen, sondern auch schon mehrere Rezepte daraus zubereitet. Es ist egal, ob ihr nach neuer Inspiration in der Kueche sucht, wenn ihr bereits vegan lebt, oder euch mehr an die vegane Lebensweise herantasten wollt – das Buch bietet fuer jeden etwas. Und die Rezepte sind wirklich sooo gut. Den Chia Pudding mache ich richtig oft und habe, erstaunlicherweise, immer noch etwas in meinem 1kg Beutel Chia-Samen. chia

Zum Inhalt:

Das Buch kommt mit einer Einleitung, Claudi´s Geschichte + Selbstversuch, Erlaeuterung zum Thema Veganismus (sachlich und ohne auf-die-Finger-hauen), Rezepte und ein Rueckblick. Liest sich alles sehr spannend und ich fand es schoen, dass Claudi der Sprache ihrem Blog treu geblieben ist. Uebrigens gibt es auf Claudi´s Blog auch etliche Beitraege zum Thema rohvegan. Positives

  • Einfuehrung und Erklaerung
  • leckere Rezepte
  • einfache Zubereitungsarten und tolle Anleitung
  • man kommt ohne grosse Geraete aus (im Grunde reicht ein guter Mixer)
  • gesunde Zutaten
  • tolle Fotos
  • trifft alle Geschmaecker; von italienisch bis asiatisch ist alles dabei

Negatives

  • die einzige Sache, die mir auffiel, war dass ein paar der Zutaten (bspw. Chiasamen, Noriblaetter) nicht im Normalohaushalt zu finden sind. Aber das Einkaufen von solchen Dingen lohnt sich auf alle Faelle 🙂

Welche Rezepte ich probiert habe:

  • Petersilienpesto, S. 141 (habe ich schon mehrfach mit anderen Kraeutern abgewandelt)
  • Ketchup, S. 153 (ich mochte es lieber weniger suess und mit Chilli)
  • Avocado-Creme, S. 59 (so lecker und passt zu allem)
  • Nori-Gurke, S, 105 (oft auch mit anderem frischen Gemuese)
  • Lasagne, S. 103 (tolles Sommer-Essen)
  • Schokoladenmousse, S.133 (statt den vielen Datteln habe ich Banane genommen)
  • Chia-Pudding, S.129

Fazit: Absolut super Buch! Ich finde, dass man sich so energetisiert fuehlt nach einem tollen rohen Essen und blaettere noch heute gerne in Rohvegan zur Inspiration und habe noch viele andere Dinge abgewandelt nachge“kocht“ (ich bin im Rezeptefolgen schlecht und mache immer meine eigene Sache am Ende). Grosses Lob an Claudi fuer das tolle Buch und ich hoffe, du bist sehr stolz auf dich! 1000 Dank auch, dass du mir dein Werk nach London geschickt hast, ich habe mich so gefreut. Und an euch – geht und kauft euch das Buch!

Review: Ab Heute Vegan.

Die liebe Linda, von Deutschland is(s)t vegan, hat mir freundlicherweise nicht nur das DIV Buch Ab heute vegan (welches ich mir sowieso kaufen wollte!), sondern auch gleich noch einen tollen schwarzen Fluessig-Eyeliner und pinken Glitzernagellack von Butter geschickt 🙂

Ab heute vegan Paket

Alles schon letztes Jahr, aber ich habe es bisher weder geschafft, einen von meinen 16 Entwuerfen zu veroeffentlichen, noch, diese Review fertigzustellen.

Ich habe mich wirklich ueber die Sachen gefreut, Danke nochmal!

Den Eyeliner kann ich uebrigens nur empfehlen – die Spitze ist zwar nicht ganz duenn, aber die Farbe ist schoen tiefschwarz und haelt ewig.

Zum Buch – ich lebe bereits knapp 5 Jahre vegan, insofern habe ich mir nicht etliche neue Infos erwartet, sondern vielmehr eine Art Checklist fuer mich, plus ein paar Basis Rezepte.

Und das habe ich auch bekommen, und noch mehr 🙂

Das Buch ist fabelhaft geschrieben – lehrreich, aber nicht belehrend, voller hilfreicher Tips fuer „Einsteiger und Fortgeschrittene“. Es bietet wirklich Infos von A-Z, egal ob es darum geht, wo man vegane Mode herbekommt, oder vegane Backzutaten – in diesem Buch findet man wirklich ALLES.

Ab heute vegan

Das Buch ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt, z.B. vegane Ernaehrung (besonders schoen finde ich das Kapitel „vegan ernaehren & gesund bleiben“ –> super informativ, und Fokus ist nicht auf Gummibaerchen koennen vegan sein, sondern dass man sich moeglichst ausgewogen ernaehrt!), vegane Lebensmittel, vegan sein unterwegs, Kosmetik, Kleidung und mehr.

Ich habe es bisher schon 3 Personen ausgeliehen (vielleicht nicht gut fuer die Verkaufszahlen, aber sehr gut fuer meine Freunde) und alle waren begeistert.

Besonders Vegan-Neulinge haben wertvolle Tipps und Tricks im Buch gefunden, und zusaetzlich Motivation gefunden.

Zu lesen, dass es tatsaechlich gar nicht so schwer ist, vegan zu leben, und zu wissen, dass man keineswegs allein ist, hilft wirklich.

Alles in allem finde ich Ab heute vegan das perfekte Buch fuer alle, die sich fuer Veganismus interessieren oder ihr Wissen einfach mal wieder auffrischen moechten.
Ich habe einige „vegane“ Buecher und finde dieses das beste, weil es kein Duden ist, und einfach wirklich ansprechend und locker geschrieben ist, und ZUDEM noch alle Infos enthaelt, die man braucht.

Beide Daumen hoch!

Mehr Infos ueber das Buch selbst, als auch Bestellmoeglichkeiten gibt es hier. Ab heute vegan ist sowohl als E-Book, als auch hardcover erhaeltlich.

Mein Burrito für den Burrito Contest bei A Very Vegan Life

ENDLICH poste ich das Rezept und die Bilder für den Burrito-Contest bei A Very Vegan Life.
Und ihr werdet gar nicht glauben, warum es so lange gedauert hat. Nein, das lag nicht an der Einschließ-Aktion, die auch die Feuerwehr involvierte, die mich retten musste (das ist eine Geschichte für einen anderen Tag ;)), sondern allein an der Tatsache, dass ich KEINE Vollkornwraps finden konnte, die OHNE Palmöl, Zucker, E-Stoffe, Aromen, etc. auskommen (ich habe die Suche fotografisch dokumentiert und werde die Ergebnisse hier mal veröffentlichen, denn es ist wirklich erschreckend, was ist solchen unschuldigen Wraps alles drin sein kann).

Es war zum Verrücktwerden. Mein Terminkalender ließ es nicht zu, dass ich einfach Wraps selber gemacht habe, und als ich dachte, dass ich ja auch Pfannkuchen machen könnte statt den Wraps, hatte ich bereits VK Pita-Taschen gekauft (ohne Zucker, Aromen, blablabla).

Ja, im Grunde habe ich hier also „mit Burrito-Füllung gefüllte Pita-Taschen“ kreiert. Aber wenn ich Wraps gehabt hätte, hätte ich natürlich echte Burritos gemacht 🙂

So, genug geschwatzt.

Hier zum Rezept.

Ich wollte etwas anderes haben, als bloss die übliche Reis-Bohnen-Kombi, ohne die typische Salsa und dachte, am besten ist es, wenn ich ein paar verschiedene Texturen und Geschmäcker habe.

Das Rezept selbst hört sich ziemlich aufwendig an, aber das ist es wirklich nicht. Hat man erst einmal die Gewürze parat, ist innerhalb von Sekunden alles zusammengeworfen, was man braucht und ich habe ehrlich nicht länger als 50 Minuten für alles gebraucht.

Da ich alleine kein Feuer ankriege (ehrlich. Männer sind für so einiges gut.), habe ich die Grillpfanne genommen. Wenn man weder Grill noch Grillpfanne hat, kann man auch eine ganz normale Pfanne nehmen oder alles im Ofen backen.

Es schmeckt so oder so.

Vollkorn-Burrito (Pita-Taschen) mit Babyspinat, gegrillten Süßkartoffeln, gegrilltem Tofu, gegrillter Mais-Tomaten-Guacamole und Mandel-Koriander-Minz-Sauce

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zubereitungszeit: ca. 20 Min. zum Grillen, 20 Min. für den Rest (Marinade, etc.)

Zutaten für 4 Burritos:

  • 4 VK Wraps/Pita-Taschen
  • 1 große Süßkartoffel
  • 4 kleine Handvoll Babyspinat

Für den Tofu:

  • 250g fester Tofu, gepresst (!!!)
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Sojasauce
  • 2 TL Cumin
  • 1, 5 TL geräuchertes Paprikapulver
  • Chilli nach Belieben
  • 1 TL gemahlener Coriander
  • Salz, Pfeffer
  • Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 TL getrockneter Rosmarin
  • 1/2 TL getrockneter Thymian

Für die Guacamole:

  • 1 Avocado
  • 4-6 Cocktailtomaten
  • ca. 4 getrocknete Tomaten (in Öl oder nicht, es spielt keine große Rolle)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 150g Mais (TK, Dose oder frisch)
  • Chilli nach Belieben
  • Salz, Pfeffer
  • frischer Koriander nach Belieben
  • 2 TL Cumin
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL gemahlener Coriander
  • 1/4 TL Fenchelsamen

Für die Mandel-Koriander-Minz-Sauce (eigentlich hatte ich erst ein Pesto gemacht, aber die Sauce fand ich am Ende doch viel besser):

  • 10 Mandeln, eingeweicht
  • mind. 3 EL frischer Koriander
  • Pfefferminze nach Belieben (ich liebe Pfefferminze, deswegen fand ich 6 große Blätter toll)
  • Salz, Pfeffer
  • geräuchertes Paprikapulver
  • Chilli nach Belieben
  • Wasser zum Verdünnen
  • 1 TL Balsamico

Zubereitung:

Die Süßkartoffel gut waschen, die Enden entfernen und in möglichst dünne Scheiben schneiden, evtl. etwas fetten und von beiden Seiten grillen, bis sie gar sind.

Für den Tofu alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren und den in schmale Stücke geschnitten Tofu darin marinieren. Je länger, desto besser, am besten über Nacht. Anschließend den Tofu von allen Seiten grillen, bis er schön knusprig ist.

Für die Guacamole den Mais abtropfen, abtrocknen und grillen (evtl. ganze Maiskolben vorher etwas kochen). Dies dauert nur ca. 5 Minuten, wenn man Maiskörner verwendet.
Währenddessen das Fleisch der Avocado herauslösen, die Strunke von den Frühlingszwiebeln entfernen und zusammen mit allen anderen Guacamole-Zutaten im Mixer zerkleinern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Hierfür braucht man vorher wirklich nichts zu schnippeln- der Mixer macht die ganze Arbeit.

Die eingeweichten Mandeln mit dem Einweichwasser und den restlichen Zutaten für die Sauce pürieren und evtl. mit zusätzlichem Wasser verdünnen.

Nun geht es ans Anrichten!

Den Wrap/Pita-Tasche nach Packungsanweisung vorbereiten und nacheinander mit den vorbereiteten Zutaten belegen.

Ich bin wie folgt vorgegangen:

1. Spinat

2. Süßkartoffelscheiben

3. Tofu

4. Guacamole

5. Sauce

Danach aufrollen (oder zusammenklappen) und ESSEN!

Genau der Grund, warum ich nicht gerne mit den Fingern esse:

Guten Appetit!

Gott, ich glaube, das war der längste Rezept-Post überhaupt!

Wer Interesse hat… ich hätte noch 3 andere Versionen parat, haha 😉

Treffen mit der Veltenbummlerin (+ Besuche im 222 Veggie Vegan Restaurant und bei Ms Cupcake)

Vor ein paar Wochen hat sich etwas einmaliges Tolles ergeben.

Die Veltenbummlerin war mit Mann hier in London, bevor sie nach NY weitergeflogen sind (ein Reisebericht wird übrigens auf Linda´s Blog folgen!).

Linda hat mich nach veganen Restaurant-Empfehlungen gefragt und das habe ich doch gleich genutzt, um ein kleines Blogger-Treffen zu veranstalten!

Wenn ihr Linda´s Blog noch nicht kennt, müsst ihr unbedingt mal vorbeischauen. Dort findet ihr vegane Reisetipps weltweit, gepaart mit ein paar landestypischen (teilweise extra veganisierten) Rezepten, die alle super lecker klingen.

Als die beiden angekommen sind, wurde ich gleich mit einem total süßen Päckchen (GLITZERTÜTE!!! Uuuuh, Linda kennt mich ;)) überrascht-

drin waren ein veganes Rasiergel (das hatte ich mir bestellt) und ein super lustiges Buch, sowie tolle Aufkleber. Ein Button war auch noch dabei, der es nicht auf das Bild geschafft hat. Ist das nicht mal so lieb? Ich habe mich riesig darüber gefreut.

Hier in London haben wir uns schließlich erst fürs 222-Veggie Vegan Restaurant entschieden, bevor wir für Cupcakes weiter nach Brixton zu Ms. Cupcake gefahren sind.

Der Tag war nicht nur super sonnig (einer der wenigen Tage im Jahr, die sich nach Sommer anfühlen…), sondern auch extrem lecker und vor allem unterhaltsam. Das Essen im 222 war übrigens super super toll und ich werde definitiv noch eine seperate Review zu dem Restaurant schreiben. Alles Essen ist low fat, low sodium, no GM und wenn möglich Bio und regional 🙂

Linda ist einfach ein Goldstück und ihr Mann ist auch total nett und hat, obwohl er auf den Aufenthalt in London eigentlich gar keine Lust hatte, alles tapfer mitgemacht!

Aber ich meine, bei dem Anblick der Cupcakes… 😉 Da kann man doch gar nicht anders, als glücklich sein!

Bei Ms Cupcake bekommt man nicht nur Cupcakes im Übrigen, sondern alle möglichen veganen Süßigkeiten. Täglich gibt es wechselnde Sorten im Angebot und man hat es nicht leicht, sich für etwas zu entscheiden. Da ich Zucker nicht so gewohnt bin, hatte ich wirklich einen leichten Zucker-Schock und gerade den Blueberry-Cheesecake-Cupcake konnte ich nicht essen, dafür war aber der Ferrero-Rocher-Cupcake umso leckerer!! Wer Süßes mag, der wird Ms Cupcake lieben, so viel ist sicher!Ms Cupcake London

Wir haben über alles mögliche gequatscht und die Zeit ist wirklich wie im Flug verstrichen!!

Ich hoffe, dass wir ein solches Treffen bald mal wiederholen können, fürs erste müssen wir den Kontakt aber über die Sozialen Netzwerke beschränken.

Noch einmal ganz lieben Dank an Linda und ihren Mann für den schönen Tag in der schönsten Stadt der Welt!! Und zum Abschluss noch ein lustiges Bild von den beiden : Ja ja, typisch Blogger 😉