Review: Ab Heute Vegan.

Die liebe Linda, von Deutschland is(s)t vegan, hat mir freundlicherweise nicht nur das DIV Buch Ab heute vegan (welches ich mir sowieso kaufen wollte!), sondern auch gleich noch einen tollen schwarzen Fluessig-Eyeliner und pinken Glitzernagellack von Butter geschickt 🙂

Ab heute vegan Paket

Alles schon letztes Jahr, aber ich habe es bisher weder geschafft, einen von meinen 16 Entwuerfen zu veroeffentlichen, noch, diese Review fertigzustellen.

Ich habe mich wirklich ueber die Sachen gefreut, Danke nochmal!

Den Eyeliner kann ich uebrigens nur empfehlen – die Spitze ist zwar nicht ganz duenn, aber die Farbe ist schoen tiefschwarz und haelt ewig.

Zum Buch – ich lebe bereits knapp 5 Jahre vegan, insofern habe ich mir nicht etliche neue Infos erwartet, sondern vielmehr eine Art Checklist fuer mich, plus ein paar Basis Rezepte.

Und das habe ich auch bekommen, und noch mehr 🙂

Das Buch ist fabelhaft geschrieben – lehrreich, aber nicht belehrend, voller hilfreicher Tips fuer „Einsteiger und Fortgeschrittene“. Es bietet wirklich Infos von A-Z, egal ob es darum geht, wo man vegane Mode herbekommt, oder vegane Backzutaten – in diesem Buch findet man wirklich ALLES.

Ab heute vegan

Das Buch ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt, z.B. vegane Ernaehrung (besonders schoen finde ich das Kapitel „vegan ernaehren & gesund bleiben“ –> super informativ, und Fokus ist nicht auf Gummibaerchen koennen vegan sein, sondern dass man sich moeglichst ausgewogen ernaehrt!), vegane Lebensmittel, vegan sein unterwegs, Kosmetik, Kleidung und mehr.

Ich habe es bisher schon 3 Personen ausgeliehen (vielleicht nicht gut fuer die Verkaufszahlen, aber sehr gut fuer meine Freunde) und alle waren begeistert.

Besonders Vegan-Neulinge haben wertvolle Tipps und Tricks im Buch gefunden, und zusaetzlich Motivation gefunden.

Zu lesen, dass es tatsaechlich gar nicht so schwer ist, vegan zu leben, und zu wissen, dass man keineswegs allein ist, hilft wirklich.

Alles in allem finde ich Ab heute vegan das perfekte Buch fuer alle, die sich fuer Veganismus interessieren oder ihr Wissen einfach mal wieder auffrischen moechten.
Ich habe einige „vegane“ Buecher und finde dieses das beste, weil es kein Duden ist, und einfach wirklich ansprechend und locker geschrieben ist, und ZUDEM noch alle Infos enthaelt, die man braucht.

Beide Daumen hoch!

Mehr Infos ueber das Buch selbst, als auch Bestellmoeglichkeiten gibt es hier. Ab heute vegan ist sowohl als E-Book, als auch hardcover erhaeltlich.

How to: vegan werden, Teil 6

Ihr Lieben,

wir sind beim letzten Teil der Serie „Vegan werden“ angekommen!

Ich hoffe, euch helfen die Tipps und wenn ihr Fragen habt, ich stehe euch gerne Rede und Antwort. (aberbittemitsojamilch@gmx.de)

Nochmal ein kurzer Rückblick:

How to: vegan werden, Teil 1

Teil 2: Bekleidung.

Teil 3: Ernährung.

Teil 4: Entertainment.

Teil 5: Kosmetik.

Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema

SONSTIGES.

Klingt ziemlich spannend, oder? Ja, ich bin mindestens genauso aufgeregt wie ihr.

Neben Ernährung, Bekleidung, Kosmetik und Entertainment gibt es aber gibt es aber tatsächlich noch einige Dinge, die man tun kann.

Natürlich kommt es immer auf die Perspektive an, nicht jeder Veganer will Tiere retten oder sich so gesund wie möglich ernähren.

Dennoch gibt es ganz viele Möglichkeiten, Gutes zu tun, wenn man will!

Mit den folgenden Punkten wird früher oder später fast jeder Veganer konfrontiert und obwohl einige Dinge nicht erklärungswürdig erscheinen, so gehören sie doch dazu.

Haustiere

  • ausschließlich aus Tierheimen holen
  • kastrieren
  • artgerecht halten
  • nur anschaffen, wenn man sich auch wirklich um sie kümmern kann

Man sollte meinen, dass gerade dieser Punkt selbstverständlich ist. Doch leider ist dies nicht der Fall.

Allgemeiner Konsum

Durch eine vegane Lebensweise entwickelt man sich zum bewussten Konsumenten. Man muss zwangsläufig Produkte hinterfragen und setzt sich in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Unternehmen auseinander. Schnell entdeckt man, wer alles unter einer Decke steckt und welche Firmen man lieber meiden sollte. Dies ist häufig gar nicht so einfach, wenn man zum Beispiel an Procter&Gamble oder Nestlé denkt. Man könnte auch denken, dass es ja nicht schadet, wenn man zum Beispiel ein Wasser kauft. Wenn dieses Wasser allerdings von derselben Firma stammt, die ein anderes Produkt herstellt, für welches Tierversuche durchgeführt wird, dann unterstützt man mit dem Wasser-Kauf mehr oder weniger direkt genau diese Grausamkeit.

Wenn wir verstärkt bei rein vegetarier-/veganer-freundlichen Unternehmen einkaufen, steigen nicht nur deren Umsätze, sondern wir leisten aktiv einen Beitrag für eine generell tierfreundlichere Welt.

Und das gleiche gilt für vegane oder vegetarische Restaurants- steigender Bedarf = steigendes Angebot.

Tierschutz

Ob man nun bei PETA oder einer anderen Organisation oder einfach im lokalen Tierheim aushilft; es gibt tausende Möglichkeiten, sich nützlich zu machen und Tieren zu helfen.

Auch wenn man Missstände sieht, z.B. wenn jemand sein Haustier schlecht behandelt, kann man etwas tun.

Kröten über die Straße helfen wird auch immer gerne gesehen! Gerade in meiner Heimat liegen in der Saison sooo viele totgefahrene Kröten auf den Straßen, es ist echt traurig und eklig zugleich.

Aufklärung

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies ein sehr kritischer Punkt ist. Ich will auch niemanden auf den Missions-Drang schicken. Dennoch ist es sooo hilfreich, über Veganismus zu reden. Ich habe schon etliche Leute überzeugen können, dass veganes Essen spitze schmeckt, dass ein Zirkus Tierquälerei ist und dass man statt der Ledertasche doch lieber eine aus Synthetik kaufen sollte.

Der Ton spielt die Musik.

Am besten ist es, wenn man gar nicht über die negativen Dinge redet, sondern vielmehr die positiven hervorhebt und kommuniziert.

Vegane Cupcakes, die man nicht als vegan vorstellt, werden viel besser von carnivoren Mitmenschen aufgenommen. Mein Vater z.B. ist ultra kritisch und seit ich Vegetarierin bin, konnte ich mir „Witze“ anhören und auch heute noch fragt er, wenn er ein Steak brät, ob ich mitessen will. Und er findet das lustig. Ich nicht so sehr. Er war auch immer der Meinung, dass es ohne tierische Produkte nicht so gut schmeckt, doch ein paar vegane Brownies hier, eine leckere Sauce da… und jetzt ist er offen für Neues (dass er trotzdem jeden Tag Fleisch/Fisch/Milchprodukte zu sich nimmt, ist eine andere Geschichte) und isst sogar freiwillig das, was ich koche bzw. backe. Und inzwischen weiß er sogar, wer PETA ist. Hurra!

Aber mal im Ernst. Selbst, wenn 10 Leute sagen, dass sie genervt sind, wenn ich auf Facebook ein undercover Video poste (es ist ein Beispiel, mir selbst ist das nicht passiert)- ist auch nur 1 Person dabei, die aufgrund dieses Videos etwas ändert, dann ist es mir das alles so viel wert.

Die meisten Leute wissen nicht, was mit Tieren passiert, und ein kleiner Schubser in die richtige Richtung tut ihnen meist sehr gut.

Ich hoffe, ich habe nun alle interessanten Punkte adressiert!

Fühlt euch frei in den Kommentaren zu ergänzen und zu verlinken.

How to: Vegan werden, Teil 5

Beim letzten Mal wurden Tiere in der Entertainment-Industrie thematisiert (auf der Seite sind auch die Links zu den anderen Artikeln dieser Serie zu finden!)

Heute sind wir beim vorletzten Teil der Serie angekommen und zwar beim Thema

KOSMETIK.

Dies ist einer der Punkte, der mir, neben der Ernährung, am allermeisten am Herzen liegen.

Schon lange bevor ich Veganerin war, beschäftigte ich mich mit Tierversuchen, hinterfragte und tauschte fragwürdige Produkte aus.

Häufig wissen wir gar nicht, welche Firmen an Tieren ihre Kosmetika testen, und woher sollten wir auch?

Leider gibt es (noch) kein Gesetz in Deutschland, welches vorschreibt, den Hinweis, ob an Tieren getestet wurde oder nicht, an der Verpackung anzubringen.

Eine Notiz, ob ein Produkt vegan ist oder nicht, findet man auch sehr selten und wenn, dann meist in der Naturkosmetik.

Statt beim Einkauf direkt die benötigten Informationen zu bekommen, schreibt man Firmen an, um diese Information in Erfahrung zu bringen, und wird meist mit schwammigen Antworten abgefertigt, die einen dazu bringen, eine erneute Mail zu schreiben und auf eine aussagekräftige Antwort zu pochen.

Bei meinem Praktikum bei PETA habe ich wahnsinnig viel under-cover Material gesehen, welches zeigte, wie an Tieren getestet wird.

Und auch in meinem Bekanntenkreis habe ich durch einen ehemaligen Laboranten, der Versuche an Tieren durchführte, um Medikamente zu testen, viel erfahren.

Menschen, die an Tieren testen, glauben, sie tun etwas Gutes und hinterfragen gar nicht, was genau sie eigentlich tun.

Ich kann mich gut an ein Video erinnern, in dem an Kaninchen getestet wurde. Dem Kaninchen wurde das Fell geschoren und dann wurde es mit dem Rücken in eine Schale mit Millionen von Mücken gepresst, die das Tier innerhalb von Sekunden jede freie Stelle zugestochen haben. Ich finde das so barbarisch.

Vor allem verstehe ich einfach nicht, wieso an Tieren getestet wird.

Zunächst einmal sind Tiere nicht mit uns und unserer Haut zu vergleichen.

Weiterhin ist die Kosmetik-Branche nicht gerade neu und inzwischen sollte man wissen, welche Inhaltsstoffe unbedenklich sind und welche nicht.

Und als letzten Punkt frage ich mich, warum überhaupt Stoffe eingesetzt werden, die Schäden anrichten könnten.

Warum Aluminium in ein Deo hinzufügen, wenn es auch ohne geht und wesentlich unbedenklicher ist?

Dies ist allerdings meine persönliche Einstellung zu dem Thema, da ich ein absoluter Naturkosmetik-Freund bin. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass meine Haut sehr empfindlich ist und ich gegen ganz viele Stoffe allergisch bin, sondern auch mit Umwelt-Schutz. In meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau habe ich über die Zusammensetzung von Putzmitteln und Co. lernen müssen und über die Wirkung von verschiedenen Stoffen. Es ist unglaublich, was alles erlaubt ist. Die Umwelt wird total verpestet und bei Kosmetik sieht es leider nicht anders aus.

Das folgende Video finde ich absolut super gut:

Und dieses etwas moderne Video:

Das letzte Video zeigt die Grausamkeiten. Ich möchte hier nicht alles „verteufeln“. Auch wenn Experimente an Tieren einfach scheußlich sind, so gibt es doch einige Labore, in denen die Tiere etwas normaler behandelt werden. Eine Bekannte von mir testet an der Uni an Mäusen und diese haben Namen und werden, wenn sie nicht unter Narkose operiert werden, enigermaßen anständig gepflegt. Allerdings ist das, was im Video zu sehen ist, die Norm. Und wie ich es schon mehrfach gesagt habe: solche Filme zeigen nur Ausschnitte und meist gar nicht die schlimmsten Szenen. Glaubt mir.

Wer jetzt sagt, dass er trotzdem Pantene oder Aussie Shampoo, Estée Lauder make-up oder Avon Nagellack kauft- eine solche Person verstehe ich nicht.

Wenn man WEISS wie solche Produkte auf den Markt kommen, wie kann man dann noch ein reines Gewissen bei der Benutzung haben?

Es ist mir einfach unerklärlich, auch wenn ich es schon oft selbst gehört habe:

„Das ist auch schlimm, aber Pantene ist das einzige Shampoo, welches mein Haar schön macht“.

„F*** you!“, sage ich da! Ich bin mir 1000%ig sicher, dass es ein viel besseres Shampoo gibt, für das kein Tier leiden musste, wenn man mal richtig sucht und mehr im Sinne vom Wohl der Tiere handelt.

Hier findet ihr die Funktion von PETA, mit der ihr Firmen finden könnt, die bzw. die nicht an Tieren testen.

Pseudoerbse von Blanc et Noir hat dazu eine tolle Liste kreiert, die ständig aktualisiert wird. Generell ist der Blog eine geniale Quelle für vegane Kosmetik.

Für weitere vegane Kosmetikprodukte verweise ich auf den tollen Blog Veggie Love und den Fashion-Blog von derselben Autorin. Franziska stellt hier regelmäßig neue Produkte für Männer und Frauen vor.

Ich hoffe, dass ihr, egal ob vegan oder nicht, das nächste Mal beim Kauf von Kosmetika recherchiert, ob die Firma Tierversuche durchführt oder nicht.

Wie Ingrid im Video gesagt hat: bereits gekaufte „cruelty products“ kann man zurückschicken. Selbst wenn man erst die Produkte aufbraucht, so ist doch das Wichtigste, dass man in Zukunft gute Entscheidungen trifft.

Auch, wenn dies beinhaltet, dass man sich beim Beine-Rasieren fürchterlich ins Schienbein schneidet, weil der nicht getestete Rasierer eeeetwas gröber als der von Gilette ist 😉

Und auch, wenn ihr denkt es bringt, nichts: Beschweren hilft und wenn wir weiterhin darauf pochen, dass Firmen ihre Produkte entsprechend deklarieren, passiert auch etwas. Aber wenn Unternehmen gar nicht wissen, dass wir unglücklich sind, wird sich auch nichts ändern.

How to: Vegan werden, Teil 4

Zunächst einmal… habt ihr gestern zufällig im Fernsehen oder online den Bericht über die Queen, Camilla und Catherina bei Fortnum & Mason in London gesehen? Falls ja, habt ihr gedacht, wie gerne ihr dabei gewesen wärt? Und habt ihr gesehen, dass PETA UK da waren und gegen Foie-Gras demonstrierten? Hier ein Bericht vom Event und unten im Text sogar ein Foto von PETA.

So, und jetzt der Knaller bei der ganzen Geschichte, wie ihr vielleicht schon bei Facebook gelesen habt….

ICH HÄTTE DABEI SEIN UND DIE QUEEN SEHEN KÖNNEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die QUEEN!! Noch einmal: die Q.U.E.E.N. = Queen.

HÄTTE, weil ich krank im Bett lag! Ist das zu fassen??? Ich wollte SCHON IMMER mal die Queen sehen! Und ich hätte die Chance dazu gehabt. Aber ich war zu krank. Es ist unfassbar, oder?

Das einzig Gute ist, dass es mir SO schlecht ging, dass ich zwar wünschen würde, ich wäre dabei gewesen, aber ich hätte es auf gar keinen Fall körperlich geschafft.

Ach Mensch, traurig ist es allemal 😦 Ich finde die Queen so toll und habe unglaublichen Respekt vor ihr.

Ok, genug gejammert! Zurück im Text.

Und bevor es wirklich zum Inhalt der Serie geht, noch ein Link zur Diskussion vom gestrigen Post:

PETA´s Antwort zu den Euthanasie-Vorwürfen.

Noch einmal zur Erinnerung, hier die letzten Teile der „How to: Vegan werden“-Serie:

Teil 1: Einleitung.

Teil 2: Bekleidung.

Teil 3: Ernährung.

Diesmal beschäftigt sich der Post mit dem Thema

ENTERTAINMENT.

Dies ist ein Punkt, an den viele Leute gar nicht denken.

Aber was ist mit Tieren in Werbespots, im Zirkus, Zoo´s, Tierparks…?

Schon als Kind mochte ich die Tierszenen im Zirkus nicht so gerne und auch von Zoo´s war ich kein großer Fan. Nicht, weil ich Tiere nicht mochte, im Gegenteil. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und bin mit meinem Bruder und den Nachbarskinder mit dem Schäfer mitgezogen und habe gesehen, wie ein kleines Lämmchen auf die Welt gekommen ist. Ich fand es einfach nur unnatürlich, Tiger im Zirkus zu sehen. Das war so anders, als die Tier-Reportagen, die ich früher mit meinen Eltern geschaut hatte.

Ich denke, ich brauche nicht zu erwähnen, dass kein Elefant gerne nur auf 2 Beinen steht und „lustige“ bunte Bänder um den Kopf gewickelt hat?! Wer glaubt, ein Elefant hat Spaß daran… schaut sich das folgende Video an:

Für viele, die einen Schritt in Richtung Veganismus machen wollen oder einfach bewusster leben möchten, ist beispielsweise die Ernährungs-Umstellung schwierig und nicht direkt umsetzbar.

Tiere in der Entertainment-Industrie ist allerdings ein Thema, welches sehr einfach zu umgehen gilt.

Von Stierkämpfen möchte ich gar nicht erst anfangen.

Statt in ein Aquarium oder in den Zoo zu gehen, kann man auch andere Sachen machen und auch Filme, in denen echte Tiere verwendet werden, können vermieden werden. Dank tollster Techniken ist es mittlerweile möglich, computer-animierte „Tiere“ einzusetzen, die verblüffend echt aussehen.

Aber an dieser Stelle muss ich mal sagen, dass ich es absolut nicht verstehe, wenn Tiere in Werbespots eingesetzt werden. Sei es ein echtes Tier, oder ein animiertes- ich finde es albern und auch meistens unpassend. Ein Grund, warum ich nicht in einer Werbe-Agentur arbeiten möchte 😉

Ich habe mittlerweile so viele Videos von Tieren in der Entertainment-Branche gesehen und es ist wirklich traurig, dass deren Einsatz überhaupt noch erlaubt ist.

Viel besser und viel aufregender, als in ein Aquarium zu gehen (ich meine, ganz ehrlich, die Tiere dort sind auf engstem Raum gefangen gehalten und werden uns die ganze Zeit zur Schau gestellt. Wirklich schön für die Tiere.), ist eine whale-watching Tour 🙂 Ich habe das in Irland gemacht und es war grandios!!! Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen ist wirklich atemberaubend und ich glaube, ich werde diesen Tag nie vergessen. Allerdings bin ich kein Freund davon, wenn solche Touren angeboten und die Tiere für die Touristen angelockt werden. Wenn schon in der Natur, dann richtig, auch wenn man dann eventuell keine Delfine sieht 😉

Und auch Schnorchel-Erlebnisse in Ägypten bleiben unvergessen.

In Deutschland kann man ebenfalls tolle Dinge erleben; auf Wangerooge hat sich mal ein Seehund zum Schwimmen zu meinem Vater und Bruder gesellt 🙂

Wer etwas über Tiere erfahren will, hat unendlich viele Möglichkeiten, dies zu tun, ohne dabei in das Leben dieser einzugreifen und sie aus ihren natürlichen Lebensräumen zu reißen.

Um es mit PETA´s Worten (der Link führt zur „Animals Used for Entertainment“ Seite) zu sagen „animals are not ours to use for entertainment“. Punkt. Aus. Ende.

Freitags-Favoriten gibt es morgen! Dann aber als „Samstag-Favoriten“. Happy weekend!

How to: vegan werden, Teil 3

Hier ist Teil 1 und hier findet ihr Teil 2.

Ernährung.

Eines der wichtigsten Themen, wenn man vegan wird, denn wir wollen sicherstellen, dass wir unseren Körper auch ausreichend mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen!

„Und woher bekommst du dann dein Protein?“

Mit der Frage werdet ihr sehr häufig konfrontiert werden. Die meisten haben keine Ahnung, wie viel Protein in Pflanzen steckt und dass oft Omnivore viel zu viel Eiweiß zu sich nehmen. Das wandelt sich, genau wie bei überschüssigen Kohlenhydraten, nämlich auch bloss in Fett um.

Aber man darf nicht vergessen, dass man bei einer veganen Ernährung wirklich darauf achten muss, dass man sich ausgewogen ernährt und alle Nährstoffe bekommt.

Das Bild, was die Allgemeinheit von Veganern hat, ist deshalb so schlecht, weil es so viele „Pasta-Veganer“ gibt, die auch noch nie von Leinsamen etwas gehört haben und am Ende dann Tabletten schlucken, um ihren Nährstoffmangel auszugleichen. (Neben der Tatsache, dass die Leute gar nicht wissen, was genau es mit Veganismus auf sich hat).

Nahrungsergänzungsmitttel sind allerdings nicht dazu da, um eine gesunde Ernährung zu ersetzen, sondern, wie der Name schon sagt, zu ergänzen.

Viele sorgen sich ja auch um die Blutwerte. Meine Blutwerte sind glücklicherweise tip-top. Aber dafür tue ich etwas! Wir haben nur den einen Körper, und auf den sollten wir achten.

Wie bei jeder gesunden Ernährung sollte man möglichst reine Zutaten verwenden, auf Farbstoffe und künstliche Aromen verzichten, frische Lebensmittel stark bearbeiteten vorziehen, etc.

Gleichzeitig ist eine optimale Zusammenstellung der Lebensmittel wichtig.

Veganern wie Vegetariern wird ja nachgesagt, unter Eisenmangel zu leiden. Durch Vollkornprodukte und den Verzehr von eisenhaltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel getrockneten Aprikosen, Rote Bete, grünem Blattgemüse oder Walnüssen, kann und sollte dem jedoch entgegengewirkt werden. Ein entscheidender Punkt hierbei: eisenhaltige Nahrungsmittel mit Vitamin-C-haltigen kombinieren, damit der Körper das Eisen optimal aufnehmen kann. Dies geht beispielsweise gut durch einen Salat mit Feldsalat + Mandarinen + Walnussöl-Vinaigrette + Paprika.

Ich habe mal vorgestellt, was ich so täglich esse. Diese Serie findet ihr hier und wird euch hoffentlich einen Einblick geben, was man alles essen kann als Veganer:

  1. Was ich esse: Frühstück
  2. Was ich esse: Lunch
  3. Was ich esse: Abendessen
  4. Was ich esse: Snacks

Eines ist sicher: ich esse super viel Gemüse und auch jeden Tag einen Apfel. Ich habe nicht genau das aufgelistet, was ich esse, sondern versucht, Optionen aufzuzeigen.

Vegane Nahrungsmittel-Pyramide.

Hier die vegane Ernährungs-Pyramide (Quelle). Wobei ich mehr Hülsenfrüchte als Whole Grains esse zum Beispiel. Meistens esse ich neben meinem Porridge nur noch eine kleine Portion Getreideprodukte, heute und gestern zum Beispiel ein Vollkorn-Pita-Brot, ansonsten nur noch Gemüse und ein paar Hülsenfrüchte/Tofu. Und viiiiiel mehr Wasser trinke ich auch. Aber ich glaube, da bin ich nicht ganz normal 😉

Generell esse ich das, worauf ich Lust habe, da ich meinen Körper kenne und er sagt mir schon, wann ich was brauche. Das Beste ist, wirklich auf seinen Körper zu hören. Klingt einfach, ist es aber nicht 😉

Wichtig finde ich, dass man weiß, dass man nie vegane Ersatz-Produkte finden wird, die genau wie das Original schmecken. Ähnlich schon, aber eben nicht genauso. Ich weiß, dass besonders Fleischesser immer die ultimative Enttäuschung erleben, wenn sie einen „veganen Käse“ essen, der nicht genau wie Käse schmeckt.

Und ich möchte so etwas auch gar nicht, und halte mich deswegen von veganen „Fleisch-“ Aufstrichen und Co. fern. Ich bin aus gutem Grund Veganerin und möchte nichts essen, was mich an tierische Produkte erinnert, sei es nun der Geschmack oder die Konsistenz. (Die einzige Ausnahme ist Daiya Cheese, der schmilzt sogar richtig, aber auch den kaufe ich nicht ;))

Ich weiß noch, als ich mir einmal so ein Sojaschnitzel gekauft habe, weil ich es mal ausprobieren wollte, habe ich den ersten Bissen automatisch ausgespuckt, weil ich wirklich für einen Moment dachte, ich kaue auf einem Stück Huhn herum….

Nein, ich experimentiere viel viel viel lieber mit veganen Lebensmitteln, und stelle diese in den Vordergrund, als ein Fleischgericht nachzuahmen.

Ein weiterer Grund, warum ich diese Ersatzprodukte (in den USA gibt es sogar „blutiges Steak“. WTF? Ich finde es einfach absolut ekelhaft!) nicht essen mag, ist der, dass die Lebensmittel dann stark verarbeitet werden und ich möchte mein Essen so natürlich und unbehandelt wie möglich genießen. Häufig sind solchen Produkten Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder einfach nur Unmengen Zucker und Salz zugesetzt.

Da ich Milch und Eier beispielsweise noch nie mochte, fiel mir die Umstellung auf Veganismus (abgesehen vom gelegentlichen Mozzarella oder Feta) leicht, doch wenn jemand täglich Milch trinkt, sieht das schon anders aus.

Mein Tip ist, die Milch langsam mit Wasser bzw. Pflanzenmilch zu verdünnen und den Milchanteil mit der Zeit zu vermindern, bis man gar keine Milch mehr trinkt. So gewöhnt man sich mit Zeit an den neuen Geschmack und zumindest in meiner Erfahrung fällt das leichter, als cold turkey zu gehen.

Einfach mal in den Supermarkt oder auf den Wochenmarkt gehen und neue Gemüsesorten entdecken- das ist etwas, dass jeder tun sollte, denn als Veganer muss man schon etwas kreativ werden und dies geht am besten, wenn man möglichst viele Produkte kennt.

Prinzipiell vermeiden Veganer folgende Lebensmittel:

  • Eier
  • Milch
  • Milchprodukte (Buttermilch, Joghurt, Butter, Käse, …)
  • Fleisch
  • Fisch
  • Honig
  • Produkte, die Beiprodukte von Tieren enthalten (zum Beispiel Kaugummis mit Bienenwachs, Gummibärchen oder Cremes mit Gelatine, … Ich habe vorhin Cereals mit RINDER-GELATINE gesehen! ew.)
  • und auch Leder, Seide und Wolle

Wichtig zu wissen ist:

Tierische Produkte verstecken sich in ganz vielen Gerichten. So wird in Saucen oder Suppen oft eine Fleisch-Brühe verwendet, in asiatischen Gerichten ist super häufig Fischsauce (diese wird meistens NICHT im Menü deklariert), und Gelatine zum Beispiel wird in Bäckereien sogar für den Guss auf süßen Teilchen verwendet.

Pizzateig wird eigentlich ohne Milchprodukte und Eier hergestellt, jedoch ist der Teig in Ketten meist nicht vegan.

Genauso sieht es mit Pommes aus. Die werden nicht nur zusammen mit Fleisch frittiert (nicht immer, aber immer öfter) und enthalten auch häufig Knochenmehl. Zu dem Thema kursieren im Netz unterschiedliche Meinungen. Ich habe von McDonald´s und KFC die Antwort, dass die Pommes nicht vegan sind.

Je nachdem, wie wichtig es euch ist, auf tierische Produkte zu verzichten, fragt IMMER nach. Nur weil die meistens Restaurants ihre Kartoffelpuffer ohne Eier herstellen, heißt das noch lange nicht, dass es alle machen.

Gerade Eier werden für die Bindung unglaublich oft verwendet.

Und viele Kellner denken, ein Schluck Milch würde uns nicht stören.

Ich frage, solange ein Gericht nicht ausdrücklich als vegan gekennzeichnet ist, immer nach.

Und ich erkläre auch häufig, was es heißt, sich vegan zu ernähren, denn häufig kommt es zu Missverständnissen und es landet eben doch etwas Tierisches auf dem Teller.

Ein veganes Rezeptbuch sollte man sich auch anschaffen und möglichst viele vegane Rezepte-Blogs lesen. Diese inspirieren und besonders, wenn man nicht sehr kocherfahren ist, machen sie vieles einfacher und man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl für die Zubereitung von leckeren veganen Speisen.

Und wie komme ich jetzt an alle Nährstoffe, die ich brauche?

Erstmal sollte man sich belesen und über die unterschiedlichen Mineralstoffe informieren. Man sollte wissen, was man täglich isst. Ich habe das Glück, dass ich ja ursprünglich Hotelfachfrau gelernt habe (nein, es war nicht so lustig, als noch damalige Vegetarierin Hummer zum Kochen in die Küche zu bringen oder 60kg Kalbfleisch anzunehmen…) und mich demzufolge ganz gut mit Ernährung auskenne.

Dass viele Gemüsesorten und pflanzlichen Lebensmittel wertvolle Mineralien enthalten, wissen wenige. Aber allein durch das Verzehren von Gemüse kann man z.B. den täglichen Eisen- oder Magnesium-Bedarf decken.

Muss ich Tabletten nehmen, um an alle Nährstoffe zu kommen?

Prinzipiell werden Vitamin B12-Tabletten allen Veganern empfohlen. Der Körper benötigt zwar nicht viel davon und je nachdem, wie lange man vorher omnivor gegessen hat, sind im Körper noch Ressourcen vorhanden, doch später ist zugesetztes B12 nötig.

Ich empfehle solche in natürlicher Form (ohne Geschmacksverstärker, Gelatine, Farbstoffe, etc.). Ganz „natürlich“ ist das Vitamin B12 selbst nicht, aber dann sollte wenigstens auf künstliche Zusätze verzichtet werden.

Abgesehen vom Vitamin B12 kann ein Veganer aber alle weiteren Nährstoffe durch die Nahrung zu sich nehmen.

Noch etwas, wenn wir bei Tabletten sind: Medikamente sind ja meistens an Tieren getestet (auch alle Impfstoffe), aber leider sind die meisten Tabletten auch nicht vegan und enthalten Bienenwachs oder Gelatine (besonders ganz viele Anti-Baby-Pillen sind nicht vegan, als Info für die Mädels hier).

Zu guter Letzt jetzt noch ein paar Buchempfehlungen und Blogeinträge rund um das Thema.

Ich hoffe, ich habe viel Hilfreiches aufgeschrieben. Wer Fragen hat, kann sich jederzeit bei mir melden, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich eine Antwort habe 😉

Buchempfehlungen:

Blogeinträge:

Hilfreiche Tools:

Online-Shops für vegane Produkte:

Hier findet ihr alle möglichen veganen Produkte und auch ganz viele Ersatzprodukte (wie Aufschnitt, Schnitzel, etc.)

Es gibt noch unzählige weitere Bücher, tolle und informative Blogeinträge und diverse Seiten, an die man sich wenden kann. Denkt daran, Google ist euer Freund 🙂

How to: vegan werden, Teil 2

Heute geht es also weiter, nachdem ich vorgestern ein bisschen etwas von meiner veganen Geschichte erzählt habe.

Aber ich möchte euch noch kurz etwas sagen. Setzt euch nicht unnötig unter Druck, gebt euer Bestes, aber denkt daran. Ihr seid niemandem Rechenschaft schuldig, außer euch selbst. Niemand ist perfekt.

Auch mir passieren ziemlich unvegane Dinge und ich lebe noch und mache mich deswegen nicht verrückt. That´s life!

Ich werde die Tipps in 5 Kategorien aufteilen:

  1. Bekleidung/Wäsche
  2. Ernährung
  3. Entertainment
  4. Kosmetik
  5. Sonstiges

Heute geht es also um das Thema BEKLEIDUNG.

Einfach. Denkt man.

Aus welchem Material ist eure Bettdecke? Daunen vielleicht?

Und im Pulli ist Wolle?

Macht nichts, oder? Leider doch.

Neulich las ich in einem Natur-Bekleidungsmagazin: „Feinste Merinowolle von jungen Lämmern. Das Beste für Ihr Kind“. Das finde ich so fies! Die kleinen Lämmer haben doch nicht umsonst so dicke Wolle! Die frieren doch auch. Aber nein, für unsere Kinder gibt es ja keine Alternative, tz.

Natürlich ist es zum Beispiel beim Stoff-Windeln gut, wenn man eine Wollhose darüber zieht, die auch wirklich dicht hält, aber dazu kleine Lämmchen schären? Hm.

Und die Geschichte mit Seiden-Raupen ist auch schlimm. Das wissen übrigens ganz viele nicht. Aber auch für Seide sterben Tiere. Und die fühlen, genau wie Hummer, Schmerz. Ich weiß gar nicht, warum die Leute sich Unterschiede einbilden. Wieso sollte eine Raupe oder ein Meerestier keinen Schmerz fühlen?

Von Leder möchte ich gar nicht erst anfangen. Aber man kann sich, zumindest wenn man in einem „günstigeren“ Geschäft Lederware kauft, absolut NICHT sicher sein, von welchem Tier das Leder stammt. Es kann gut möglich sein, dass eine Katze oder ein Hund (ernsthaft) dafür herhalten musste.

Pelze. Absolut widerwertig. Wie kann man sich mit so etwas „schmücken“? Und leider fiel mir gerade in letzter Zeit auf, dass es so etwas wie einen „Pelztrend“ gibt?! Es ist ekelerregend. Es ist so zum Kotzen, wenn im Fernsehen solche Objekte gezeigt werden. Und dann noch in einem Zusammenhang mit Luxus und „guten Produkten“. Ohne zu erwähnen, was die Tiere durchmachen.

PETA rät, keine Kleidung zu kaufen, die mit echten Tierprodukten verwechselt werden kann, sodass man die richtige Botschaft abgibt.

Ich werde den Moment nie vergessen, als ich in der Uni mit einer Freundin ein Referat über die „I´d Rather Go Naked Than Wear Fur“ Kampagne von PETA hielt und meinen Kommilitonen dieses kurze Video zeigte:

http://www.youtube.com/verify_age?next_url=/watch%3Fv%3DoxVwsA2MLWA%26feature%3Dplayer_embedded

Entsetztes Schweigen. Laute Aufrufe. Und dieses Video ist noch nicht mal das schlimmste Material, was es zu sehen gibt. Ich habe unzählige Videos bei PETA gesehen und hatte bis zu diesem Moment geglaubt, dass nur die bestialischsten Szenen gezeigt würden. Pustekuchen. Viele Aufnahmen sind so schrecklich, dass sie im Archiv bleiben.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich möchte nichts an meinem Körper haben, für das ein Tier Qualen durchleiden musste. Sinnlose Qualen, möchte ich hier mal betonen.

Es gibt so viele gute Alternativen, dass es einfach nicht nötig ist, dass wir uns mit tierischen Produkten kleiden oder zudecken.

Habt ihr mal einen Film über Daunenfarmen gesehen? Auch dort werden die Tiere bei lebendigem Leib misshandelt und gerupft.

Ich möchte gar keine weiteren Videos zeigen, aber hier ein paar Links mit Informationen zu diesem Thema.

Wie immer kann ich auch nur die Website von PETA empfehlen, und das sage ich nicht, weil ich dort gearbeitet habe, sondern weil die Seite super informativ ist (besonders die amerikanische, deswegen verlinke ich auch immer dorthin).

Macht euch einfach mal ein paar Gedanken und lest, wie bei den Lebensmitteln, die Etiketten.

Der für Schuhe verwendete Kleber wird leider meistens nicht deklariert, wenn also kein Zusatz wie „man made“ auf den Schuhen steht, einfach nachforschen. Dies ist ein sehr leidiges Thema bei Veganern, da es oftmals nur sehr diffuse Infos gibt.

Eine große Frage ist immer die, was man jetzt mit den alten Sachen macht, die noch aus omnivoren bzw. vegetarischen Zeiten stammen?!

PETA handelt es so: alle Pelze werden gesammelt und zum Beispiel in kalten Wintern in New York an die dortigen Obdachlosen verteilt, die kein Geld für warme Kleidung haben und sonst erfrieren. Laut Ingrid sind Obdachlosen die einzigen Menschen, die Pelz tragen dürfen.

Ich selbst habe noch eine Bluse mit einem Seidenanteil (die habe ich vor Jahren gekauft ohne das Etikett zu lesen) und einige Paar Schuhe. Wobei es nicht viele sind, vielleicht 3 Paar Ballerinas, 1 Paar Stiefel und 6 Paar High Heels. Maximal. Was tun damit? Wegschmeißen finde ich total blöd, die Tiere haben schließlich schon gelitten und es hilft jetzt niemandem mehr, die Sachen einfach in den Müll zu geben. Dann lieber in die Altkleidersammlung (am liebsten in eine, wo man sichergehen kann, dass die Kleidung nicht in Afrika verkauft wird) oder verschenken. Auch wenn ich manchmal (im letzten halben Jahr 1x) noch Lederschuhe trage, so mache ich das nicht gerne und werde diese jetzt entültig verscherbeln, nachdem sie so lange bei mir herumstehen. Was ich gut finde: auf Ebay versteigern und den Erlös einer Tierorganisation zukommen lassen.

eta: Küchenzettelblock hat auch noch eine tolle Idee, was man mit den alten Sachen macht: ab damit zum Kleiderkreisel! Eine super coole Sache, nicht nur zum Loswerden von nicht-veganen Produkten geeignet 😉

Jetzt aber zu den Links:

Es gibt noch viele weitere tolle Einträge von anderen Bloggern zu diesem Thema und auch einige Einkaufslisten in veganen Foren, etc., doch ich denke mit diesen Links seid ihr erstmal gut bedient.

Und nicht vergessen: immer das Label checken!

P.S.: Ich habe schon super Buch-Empfehlungen zum Thema Veganismus bekommen, wenn ihr auch einen Vorschlag habt, immer her damit, am Ende der Serie stelle ich alle vor 🙂

How to: Vegan werden

Notiz: Ich schreibe ja gerade meine Diplomarbeit (auf Englisch) und lese nur englische Literatur, insofern habt Erbarmen mit meiner Grammatik 😉

Ganz viele von euch haben mich gefragt, wie sie mehr vegane Gerichte in ihren Alltag integrieren können oder generell die Transformation zum Vegetarier/Veganer schaffen.

Hier also ein paar Tipps für euch und ein kleiner Bericht von meinen Erfahrungen.

Ich war jahrelang Vegetarierin, bevor ich mich mit Veganismus befasste. Und ich wollte es auch eigentlich nicht. Vegetarismus fand ich „ausreichend“ und lebte in dem Glauben, mit meinen wenigen Bio-Milchprodukten keinen Schaden anzurichten.

Zufällig bin ich online auf den Blog von Chocolate Covered Katie gestoßen und war von ihren Rezepten begeistert.

Ich begann, mich mit dem Thema Veganismus auseinanderzusetzen. Langsam, aber stetig.

Milch mochte ich noch nie, auch von Butter war ich kein großer Fan, nur Käse, den fand ich klasse. Als ich mich mit der Milchproduktion befasste, machte es für mich überhaupt keinen Sinn, dass wir Menschen Milchprodukte, in welcher Form auch immer, zu uns nehmen. Ich fing an, Milch (ich trank Milch im Schwarztee, sonst gar nicht) mit Pflanzenmilch zu ersetzen. Statt Butter nahm ich bei süßen Aufstrichen etwas Nussbutter, ansonsten ließ ich es einfach weg.
Meinen Käse-Konsum schränkte ich stark ein, doch es fiel mir wirklich richtig schwer. Es folgte ein Rhythmus, den ich nicht sehr mochte. Ich würde 3 Monate vegan leben, dann ein Gericht mit Käse essen, 3 Monate vegan leben, usw. Ich kam einfach nicht los. Mittlerweile weiß ich, dass in Käseprodukten diverse Hormone in hoher Konzentration enthalten, die uns wirklich süchtig danach machen.
Jedenfalls wollte ich mich so gerne komplett vegan ernähren und das einzige, was mir half, war mich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es half mir, zu lernen, dass es die Kühe auf Bio-Bauernhöfen nicht viel besser haben als auch konventionellen, denen dort auch direkt nach der Geburt die Kälbchen weggenommen werden und diese mit künstlicher Milch gefüttert werden, nur damit wir Menschen die für die Kälber bestimmte Kuhmilch trinken können. Nach vielen Videos, Büchern und Reportagen konnte ich einfach keine Milch mehr trinken und wollte auch keinen Käse mehr essen. Jedesmal, wenn mich ein Stück Käse (zu der Zeit aß ich noch Feta und Mozzarella, sonst nichts) anlachte, rief ich mir die Bilder von den armen Kühen in Erinnerung und fragte mich „willst du so etwas wirklich unterstützen?“.
Inzwischen lebe ich ja komplett vegan und vermisse auch den Käse nicht mehr.
Insgesamt, mal vom Käse abgesehen, fiel mir die Transformation leicht, aber dies lag daran, dass ich noch nie ein großer Fan von Milchprodukten, Sahne-Saucen, etc. war.

Wenn man sich rein pflanzlich ernährt, muss man die Ernährung stark umstellen und man entdeckt dabei so tolle neue Produkte. Ich kann ehrlich sagen, dass ich, seit ich vegan lebe, 1000x abwechslungsreicher koche als jemals zuvor.

Und auch wenn ich manchmal genervt bin, wenn ich ein Paar Schuhe entdecke, das meinen Namen schreit und ich dann feststellen muss, dass es aus Leder gefertigt wurde – ich bin nichts lieber in der Welt als Veganerin.

Das Gefühl, welches sich einstellt, wenn man rein pflanzlich lebt, ist so grandios, man fühlt sich als wäre man in einem Dauer-Yoga-Zustand: leicht, unbeschwert und frei. Ich hatte wirklich das Gefühl, Felsbrocken fielen von meinen Schultern, ich legte ein Stück weit Verantwortung ab, Leid zu unterstützen.

Zum Veganismus zählt allerdings so viel mehr, als nur die Ernährung.

Wenn man sich mal umschaut, welche Produkte man sonst noch kauft, wo man in der Freizeit hingeht, dann stößt man schnell auf viele Dinge, die Tieren gar nicht guttun. Sei es, dass das Haarspray nicht vegan ist und von einer Firma ist, die Tierversuche durchführt, man Lederschuhe trägt oder man gerne in den Zirkus geht, in dem Tiere auftreten.

PETA fasst ihre Arbeit in 4 Segmente zusammen:

  • Bekleidungsindustrie
  • Entertainment
  • Massentierhaltung
  • Tierversuche

Wenn man auf diese 4 Punkte achtet, ist man im Grunde gut bedient.

In dieser Woche werde ich zu jedem dieser 4 Felder Empfehlungen schreiben, wie ihr diese Bereiche vermeiden könnt.

Auch wenn ihr Cold Turkey gehen wollt, habt nicht den Anspruch, 100%ig vegan zu werden über Nacht. In so vielen Produkten sind versteckte unvegane Zutaten, Impfstoffe werden mit Tierversuchen getestet, es ist nahezu unmöglich, komplett vegan zu leben, vor allem, wenn man neu ist.

Wenn ihr spezielle Fragen habt, nur zu, ansonsten gibt es in den Tagen jetzt weitere Tipps!

Ich hoffe, diese werden es euch leichter machen „compassionate choices“ zu machen und nach einer Weile werdet ihr sehen, dass es gar nicht so schwer ist, vegan zu leben 🙂

Als Hilfe schon mal hier der Link zum Veganen Probe-Abo von Peta.