Praktikum bei PETA

Langzeit-Leser wissen es, im November und Dezember 2011 habe ich ein Praktikum bei PETA in LA gemacht.
Immer wieder bekomme ich Emails zu dem Thema, also kommt hier ein Post dazu.
Wenn ihr Fragen habt, die ich in diesem Eintrag nicht beantworte, lasst sie mich wissen!

Als ich im Rahmen meines Studiums ein Praktikum machen musste, habe ich lange überlegt, wo ich es machen sollte. Ich wollte ein Unternehmen, das meine Werte unterstützt, keine Tierversuche macht oder Produkte verkauft, hinter denen ich nicht stehe. Außerdem wollte ich einen Job, bei dem ich selbstständig arbeiten, viel lernen, mich weiterentwickeln und etwas erleben kann.
Ziemlich schnell habe ich an PETA gedacht, und hatte parallel noch eine Bewerbung bei Greenpeace laufen, wobei ich immer zu PETA wollte (außerdem frage ich mich, warum es bei Greenpeace so verhältnismäßig wenige Veganer gibt und so viele von den Mitgliedern ein Auto haben…).

Ich habe eine neue Seite erstellt, auf der ihr alle Posts zu meinem Praktikum findet.

Bei PETA sind meistens Praktika ausgeschrieben, aber selbst, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich mich beworben.

Die Bewerbung

Auf der Internetseite findet man alle Informationen rund um das Praktikum und muss auch über die Website die Bewerbung ausfüllen.
Das Ganze ist in 3 Schritte unterteilt:
– Fragebogen Nr. 1
– Fragebogen Nr. 2 (wenn man eine positive Nachricht nach dem 1. Fragebogen erhält)
– Telefoninterview (wenn der 2. Fragebogen als gut bewertet wurde)

Es werden viele Fragen zu einem selbst und zum Thema Veganismus gestellt, aber auch, was man von PETA und speziell von einzelnen Punkten, zum Beispiel Euthanasie, hält.

Wenn man überzeugt ist vom Veganismus, sollte es nicht schwer sein und wie immer ist es auch hier am wichtigsten, dass man ehrlich ist.

Ich habe zum Beispiel in meinem Telefoninterview auf die Frage, was ich mir für die Zukunft im Bezug auf Veganismus wünsche, geantwortet, dass ich hoffe, dass die ganze Welt eines Tages vegan lebt, obwohl ich wusste, dass es total tag-träumerisch rüber kommen kann. (Ich habe allerdings noch 2 Sätze dazu gesagt ;))

Das Praktikum

Ich habe mich für die Location LA entschieden, da ich bisher noch nie an der Westküste war.
Mittlerweile gibt es ein super schönes, super neues Office und LA ist toll für jeden, der etwas von healthy living hält. Yoga-Studios gibt es an jeder Ecke, in den Supermärkten wimmelt es nur so von veganen Produkten und in der Stadt gibt es dermaßen viele vegane Restaurants, dass man sie unmöglich alle ausprobieren kann.
Wie ich in vergangenen Posts schon erwähnt habe, sind die Mitarbeiter bei PETA extrem cool, nett, super hilfsbereit und einfach tolle Menschen.

Ich habe so viel über PETA als Organisation gelernt, ganz viel über Veganismus und Tierrechte erfahren (ich habe mehr Videos gesehen, als mir lieb ist), ich habe aktiv für eine mehr als gute Sache gearbeitet, und insgesamt hatte ich ein super schönes Praktikum und an keinem einziges Tag, habe ich es bereut, zu PETA nach LA gegangen zu sein.

Was man sich klar machen sollte:

Der Job an sich ist nicht „schön“. Mir war vorher nicht bewusst, dass in den Videos „harmlose“ Ausschnitte aus dem undercover Material verwendet wurden, weil sonst überhaupt keiner die Filme gucken könnte.
Ich wusste auch nicht, WIE VIEL ARBEIT hinter allem steckt. PETA hat etliche Departments, Ingrid arbeitet vollste Vollzeit, und die Mitarbeiter investieren so viel Zeit und Herzblut in alles.
Von so vielen Victories bekommt man gar nichts mit, aber die Organisation leistet viel mehr als man denkt.
Aber, wie gesagt, ist es nicht immer leicht. Es gab Tage, an denen ich echt deprimiert war, dass es überhaupt noch Leute gibt, die tierische Produkte benutzen, und ich habe einige Emails an Firmen geschrieben, die Tierversuche durchführen, nachdem mir auf der Arbeit erneut vor Augen geführt wurde, auf welche barbarische Art und Weise Kosmetika und Co. an Tieren getestet werden.
Ich bin ein bisschen zimperlich, und kann auch kein Blut sehen, aber bei PETA war ich gezwungen, mir die Missstände anzuschauen und ich bin ehrlich davon überzeugt, dass es mich zu einer „besseren“ Veganerin gemacht hat.

Ich hatte vorher gesagt, dass ich speziell im Marketing department arbeiten will, insofern weiß ich nicht, inwieweit meine Arbeit von normaler Praktikumsarbeit abwich.

Es gibt von allem etwas, über die Projekte selbst darf ich aber nichts sagen.

Ich hatte das Glück, dass ich nicht nur in LA sein durfte, sondern auch mit dem peta2 Team auf Outreach-Tour gegangen bin und auch diese Erfahrung war einmalig.

Fazit

Es hat mir unglaublich gut gefallen und kann ein Praktikum bei PETA nur jedem empfehlen, der mehr über die Organisation, über Tierrechte und über Veganismus erfahren möchte.

Wie oben erwähnt, muss man wirklich überzeugt sein von allem, aber dann lohnt sich der Einsatz!

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Die große PETA-Diskussion.

Ihr habt es bestimmt mitbekommen- momentan wird wieder mal sehr fleißig darüber kommentiert, ob PETA tatsächlich „Tiere tötet“ und wenn ja, warum und wie furchtbar doch alles sei, PETA sei ja so unehrlich, etc.

Zum Beispiel wird hier bei Cookie darüber gesprochen.

Ich habe gleich 2 Kommentare dazu auf einen Blogeintrag bekommen, von dem ich einen nicht veröffentlichen werde, da er lediglich auf einen Artikel zum Thema „PETA tötet Tiere“ hinweist und als Kommentar zu meinem Post selbst aus dem Kontext gerissen ist.

Gleich vorneweg: es geht um PETA USA.

Meine Meinung kennt ihr bestimmt: ich steht zu 100% hinter PETA.
Im Gegensatz zu anderen finde ich PETA sehr ehrlich, da sie offen kommunizieren, was passiert und generell zu allen kritischen Punkten Stellung nehmen, egal ob es um Euthanasie, das Thema Nacktheit ist oder um die eingesetzten Promis geht. Nur, weil einer Fleisch isst, heißt das nicht, dass er nicht gegen Zirkusse sein kann- oder etwas nicht?! Mehr Infos gibt es bei den FAQ´s von PETA.

PETA polarisiert, eckt an, zettelt Diskussionen an… und vor allem sind sie die größte Tierrechts-Organisation der Welt und leisten einen verdammt guten Job, wenn es um die Aufklärung über Tierrechte, vegane Ernährung und andere Themen geht, wie ich finde.

Jeder hat das Recht, sich seine eigene Meinung zu bilden, aber ich finde es schon sehr bedenklich, wenn jemand gar nicht alle Fakten kennt und dann direkt schreit, PETA wäre eine Katastrophe.

Ich habe ein Praktikum bei PETA gemacht und KENNE die Hintergründe und WEISS, was getan wird, um Tiere zu vermitteln, warum Promis eingesetzt werden, wofür die Gelder verwendet werden, und vor allem: was es bringt!

Es gibt so viel zum Thema Euthanasie zu sagen, und ich musste bei meinem Interview auch Stellung dazu nehmen, aber ich will es hier relativ kurz halten.
Ich finde es super, dass PETA Geld für Prävention im Sinne von  Aufklärung über Haustierhaltung/Kastration/“rescue animals“/etc. ausgibt, um zu VERMEIDEN, dass tausende Tiere auf der Straße leben, anstatt das gesamte Budget dafür auszugeben, dass Tiere ein erbärmliches Leben in Tierheimen führen. PETA ist weit mehr als eine Haustiervermittlung!

Was soll man denn bitte mit den ganzen Tieren machen?! Es sind viel zu viele, als dass man sie vermitteln kann.

Außerdem: viele der Tiere sind so schlimm krank oder verhaltensgestört, dass sie absolut nicht vermittelbar sind. Ihr könnt nicht glauben, wie viele Fotos ich gesehen habe und wie viele Emails ich bekommen habe, mit Hilferufen von PETA-Mitgliedern, die Tiere gefunden haben und für sie ein Obdach suchen. Solche Mails kamen täglich.

Hier geht es zur PETA Deutschland Seite, auf welcher sie Stellung zum Thema „PETA tötet Tiere nehmen“.

„Dort weiß man, was es heißt, ein Tier zu lieben. Die Leute verstehen, was Einsatz und Engagement wirklich bedeutet.“- (Auszug aus dem oben verlinkten Post von Cookie). Schade, dass du findest, dass PETA keine Tiere liebt und nicht mit Einsatz und Engagement bei der Sache sind.

Wenn jemand wirklich alle Fakten kennt, und trotzdem PETA verurteilt, kann er das gerne tun. Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung und supporte PETA weiterhin, und wem das nicht passt, der muss meinen Blog nicht lesen.

Ich zumindest finde niemanden blöd, nur, weil er PETA nicht mag. Allerdings finde ich, dass man realistisch bleiben sollte und sich stets beide Seiten der Medaille anschaut.

So, das wollte ich jetzt mal loswerden! Mein Wort zum Sonntag. Und was ich noch sagen möchte: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“ 🙂

PETA T-shirts aus den USA.

Vielleicht habt ihr es bei Facebook schon gesehen, aber ich habe mir aus den USA PETA Shirts bestellt und mich riesig gefreut, als das Päckchen da war.
Viele haben mich gefragt, ob alles gut geklappt hat, also kommt hier ein kleiner Bericht.

Zuerstmal: was habe ich bestellt?

Die Produkte findet ihr hier im PETA Shop. Es lohnt sich, regelmäßig reinzuschauen, da häufig neue Produkte dazukommen. Ich liebe die Sachen einfach!

Qualität

Die von mir bestellten T-Shirts und das Top haben eine super Qualität. Die Marke dahinter ist American Apparel und alle Produkte sind aus reiner Baumwolle.

Im Gegensatz zu manch anderen Herstellern stinken die Produkte überhaupt nicht (kennt ihr das, wenn es manchmal so doll chemisch riecht?).

Auch nach dem Waschen ist der Aufdruck noch super.

Ich bin sehr zufrieden.

Kosten

Natürlich muss man für den Versand extra zahlen, bei mir waren es 20 Dollar.

Die Ware selbst ist nicht sondernlich teuer, wie ich finde, und außerdem tut man PETA etwas Gutes, insofern würde ich auch ein paar Euro mehr bezahlen 😉

Mein geliebtes „Fuck Fur“ Top kostet 16 Dollar, das finde ich wirklich absolut ok.

Versand

Da die Sachen direkt aus den USA kommen, dauert es ein Weilchen, bei mir etwas über 4 Wochen. Ich wusste es schon vorher, da ich mit dem zuständigen Mitarbeiter in den USA gemailt habe (die Sachen, die ich wollte, hatten wir in LA nämlich nicht im Lager, insofern musste ich aus der Zentrale bestellen, und da ich Angst hatte, dass die Sache nicht rechtzeitig ankommen, habe ich sie nach Deutschland schicken lassen.)

Wenn man weiß, dass man etwas warten muss, kann man sich darauf einstellen.

An sich war alles super, das Paket war platzsparend gepackt, es lag noch eine Broschüre über Pelz dabei, alles top.

Positives

Die Sachen selbst. Ich trage alles mit Stolz und freue mich, dass ich jetzt noch etwas Neues tragen kann!

Positiv fand ich auch, dass ich gleich die Info bekommen habe, dass der Versand länger dauert. Diese Info kam direkt auf der Bestell-Seite.

Die Kleidungsstücke sind nicht extrem modern geschnitten, d.h., man sieht beim Bücken nicht gleich den ganzen Hintern, was ich sehr gut finde.

Negatives

Die Größen.

Wirklich, Leute, man kann nicht seine normale Größe bestellen. Das Top ist Gr. S und fällt aus wie Gr. 40, das lila T-Shirt in Gr. M fällt aus wie Gr. 36… Ich habe ja noch andere PETA-Shirts, und da genau dasselbe erlebt.

Mein „Test on tubes, not bunnies“-Shirt habe ich in Gr. M und es ist super weit.

Fazit:

Ich würde jederzeit wieder etwas bestellen.

Mein Tip: tut euch zusammen und spart an den Versand-Kosten.

PETA.

Wie ihr mittlerweile wohl fast alle wisst, habe ich im letzten Winter ein Praktikum bei PETA in LA gemacht.

Und, weil es so toll war, auch meine Diplomarbeit über PETA geschrieben (ok, ich hatte den Plan schon bevor ich nach LA gegangen bin ;)).

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für eure Unterstützung beim Schreiben 🙂 Jetzt, wo ich wieder Zeit habe, und wieder lange laufen wollte, hat mein Körper beschlossen, dass er darauf überhaupt keine Lust hat und ich mich mal wieder ausruhen solle. Erkältungen sind nicht cool.

Zurück zu PETA:

Ich bin ein riesen Fan der Organisation.

PETA bewegt wirklich etwas und wir alle können zusammen noch viel mehr bewegen.

Deswegen habe ich mich auch in London direkt für ein Volunteer-Meeting eingeschrieben und habe, bevor ich zurückfliege, noch mehrfach die Chance, PETA bei verschiedenen Aktivitäten zu unterstützen.

Als non-profit-Org ist PETA auf Spenden und Freiwilligen angewiesen und ich bin nur zu gerne bereit, freie Stunden für etwas wirklich Sinnvolles zu nutzen.

Aktuell demonstriert PETA UK gegen Fornum & Mason, da das Kaufhaus weiterhin Foie Gras verkauft.

Wer nicht weiß, was das ist, schaut sich folgendes Video an (keine Angst, es ist nicht schlimm). Ich hab es sogar mit deutschem Untertitel gefunden 🙂

Claudi spricht ja auch immer wieder mal von ihrem Engagement als Streetteamer bei peta2. Aus gutem Grund: bei PETA/peta2 zu helfen ist so unglaublich erfüllend und man weiß einfach, dass man etwas Gutes tut, sei es, dass man Flyer aushändigt, Unterschriften sammelt oder Päckchen packt.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man denkt, man könne allein nicht so viel erreichen, also meldet euch ruhig mal an bei PETA und fragt, ob ihr helfen könnt! Egal wo ihr seid, Hilfe ist doch immer gebraucht.

Das also mein Aufruf an euch.

Und jetzt würde ich gerne wissen:

Wie steht ihr zu PETA?

Oft wird Veganismus ja im gleichem Atemzug wie PETA erwähnt, aber nicht alle Veganer mögen deren Strategien bzw. unterstützen die Organisation.

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

How to: Vegan werden

Notiz: Ich schreibe ja gerade meine Diplomarbeit (auf Englisch) und lese nur englische Literatur, insofern habt Erbarmen mit meiner Grammatik 😉

Ganz viele von euch haben mich gefragt, wie sie mehr vegane Gerichte in ihren Alltag integrieren können oder generell die Transformation zum Vegetarier/Veganer schaffen.

Hier also ein paar Tipps für euch und ein kleiner Bericht von meinen Erfahrungen.

Ich war jahrelang Vegetarierin, bevor ich mich mit Veganismus befasste. Und ich wollte es auch eigentlich nicht. Vegetarismus fand ich „ausreichend“ und lebte in dem Glauben, mit meinen wenigen Bio-Milchprodukten keinen Schaden anzurichten.

Zufällig bin ich online auf den Blog von Chocolate Covered Katie gestoßen und war von ihren Rezepten begeistert.

Ich begann, mich mit dem Thema Veganismus auseinanderzusetzen. Langsam, aber stetig.

Milch mochte ich noch nie, auch von Butter war ich kein großer Fan, nur Käse, den fand ich klasse. Als ich mich mit der Milchproduktion befasste, machte es für mich überhaupt keinen Sinn, dass wir Menschen Milchprodukte, in welcher Form auch immer, zu uns nehmen. Ich fing an, Milch (ich trank Milch im Schwarztee, sonst gar nicht) mit Pflanzenmilch zu ersetzen. Statt Butter nahm ich bei süßen Aufstrichen etwas Nussbutter, ansonsten ließ ich es einfach weg.
Meinen Käse-Konsum schränkte ich stark ein, doch es fiel mir wirklich richtig schwer. Es folgte ein Rhythmus, den ich nicht sehr mochte. Ich würde 3 Monate vegan leben, dann ein Gericht mit Käse essen, 3 Monate vegan leben, usw. Ich kam einfach nicht los. Mittlerweile weiß ich, dass in Käseprodukten diverse Hormone in hoher Konzentration enthalten, die uns wirklich süchtig danach machen.
Jedenfalls wollte ich mich so gerne komplett vegan ernähren und das einzige, was mir half, war mich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es half mir, zu lernen, dass es die Kühe auf Bio-Bauernhöfen nicht viel besser haben als auch konventionellen, denen dort auch direkt nach der Geburt die Kälbchen weggenommen werden und diese mit künstlicher Milch gefüttert werden, nur damit wir Menschen die für die Kälber bestimmte Kuhmilch trinken können. Nach vielen Videos, Büchern und Reportagen konnte ich einfach keine Milch mehr trinken und wollte auch keinen Käse mehr essen. Jedesmal, wenn mich ein Stück Käse (zu der Zeit aß ich noch Feta und Mozzarella, sonst nichts) anlachte, rief ich mir die Bilder von den armen Kühen in Erinnerung und fragte mich „willst du so etwas wirklich unterstützen?“.
Inzwischen lebe ich ja komplett vegan und vermisse auch den Käse nicht mehr.
Insgesamt, mal vom Käse abgesehen, fiel mir die Transformation leicht, aber dies lag daran, dass ich noch nie ein großer Fan von Milchprodukten, Sahne-Saucen, etc. war.

Wenn man sich rein pflanzlich ernährt, muss man die Ernährung stark umstellen und man entdeckt dabei so tolle neue Produkte. Ich kann ehrlich sagen, dass ich, seit ich vegan lebe, 1000x abwechslungsreicher koche als jemals zuvor.

Und auch wenn ich manchmal genervt bin, wenn ich ein Paar Schuhe entdecke, das meinen Namen schreit und ich dann feststellen muss, dass es aus Leder gefertigt wurde – ich bin nichts lieber in der Welt als Veganerin.

Das Gefühl, welches sich einstellt, wenn man rein pflanzlich lebt, ist so grandios, man fühlt sich als wäre man in einem Dauer-Yoga-Zustand: leicht, unbeschwert und frei. Ich hatte wirklich das Gefühl, Felsbrocken fielen von meinen Schultern, ich legte ein Stück weit Verantwortung ab, Leid zu unterstützen.

Zum Veganismus zählt allerdings so viel mehr, als nur die Ernährung.

Wenn man sich mal umschaut, welche Produkte man sonst noch kauft, wo man in der Freizeit hingeht, dann stößt man schnell auf viele Dinge, die Tieren gar nicht guttun. Sei es, dass das Haarspray nicht vegan ist und von einer Firma ist, die Tierversuche durchführt, man Lederschuhe trägt oder man gerne in den Zirkus geht, in dem Tiere auftreten.

PETA fasst ihre Arbeit in 4 Segmente zusammen:

  • Bekleidungsindustrie
  • Entertainment
  • Massentierhaltung
  • Tierversuche

Wenn man auf diese 4 Punkte achtet, ist man im Grunde gut bedient.

In dieser Woche werde ich zu jedem dieser 4 Felder Empfehlungen schreiben, wie ihr diese Bereiche vermeiden könnt.

Auch wenn ihr Cold Turkey gehen wollt, habt nicht den Anspruch, 100%ig vegan zu werden über Nacht. In so vielen Produkten sind versteckte unvegane Zutaten, Impfstoffe werden mit Tierversuchen getestet, es ist nahezu unmöglich, komplett vegan zu leben, vor allem, wenn man neu ist.

Wenn ihr spezielle Fragen habt, nur zu, ansonsten gibt es in den Tagen jetzt weitere Tipps!

Ich hoffe, diese werden es euch leichter machen „compassionate choices“ zu machen und nach einer Weile werdet ihr sehen, dass es gar nicht so schwer ist, vegan zu leben 🙂

Als Hilfe schon mal hier der Link zum Veganen Probe-Abo von Peta.

Ein Smoothie-Rezept und Tiere retten.

Wie ihr vielleicht gestern auf Facebook gesehen habt, habe ich ein Smoothie-Bild gepostet. Ist es nicht schön? 🙂

Jedenfalls ist dieses Rezept nach meinem Lieblingssmoothie mein 2. Favorit!

Orangen-Kirsch-Smoothie mit Zimt

Zutaten

  • 2 Orangen
  • 2 kleine Äpfel
  • 2 Handvoll Grünzeug
  • 1 kleine Banane
  • 1 Tasse Kirschen (frisch oder gefroren)
  • 200ml Orangensaft
  • 150ml Wasser (oder ganz Wasser)
  • 1,5 TL Zimt
  • Zusätze nach Bedarf, ich habe diese Afa Algen genommen. Die schmecken nicht so stark wie andere Algen und ich fühle mich einfach gut, wenn ich sie nehme 🙂

Zubereitung:

Alle Zutaten in den Mixer geben und bei vollem Speed beobachten, wie sich aus den Einzelteinen ein wunderhübscher pinker Smoothie bildet!

Ich muss hier nochmal den Vitamix erwähnen. Mit dem kann man einfach die besten Smoothies machen und braucht die einzelnen Zutaten noch nicht mal kleinschneiden. Echt genial!

Bei der Farbe der Smoothies muss ich an Claudi denken. Die feiert heute übrigens den 1. Bloggeburtstag 🙂

Herzlichen Glückwunsch! Schön, dass es dich und deinen Blog gibt!

 

Und jetzt zu den Tieren

Ich weiß, dass es einige Leute gibt, die nicht wegen den Tieren Veganer geworden sind, sondern aus persönlichen Gründen.

Allerdings muss jeder zugeben, dass es einfach der blanke Wahnsinn ist, wie viel Tiere jeden Moment umgebracht werden.

Ein tolles Tool, mit dem berechnet wird, wie viele Tiere man schon „gerettet“ hat, bietet PETA.

Cool, oder? Und das war letzte Woche, das heißt, jetzt sind es noch mehr!

Das Quiz „How green is your diet?“ findet ihr hier.

Viel Spaß dabei und lasst euch den Smoothie schmecken 😉

„Kuehe sind Nutztiere“ und ein Victory!

Gestern hatte ich ein Gespraech mit meinem Vater, dem ich ein bisschen von meinem Praktikum bei PETA erzaehlt habe.

Er isst gerne Fleisch und das auch jeden Tag.

Nachdem ich angekommen bin hier in Deutschland, bin ich auf einem Bioland-Milchbauernhof hier bei mir daheim gewesen und habe dort ein bisschen mit dem Bauern gesprochen. Ich wusste zwar von PETA, dass es ja auf Bio-Bauernhoefen auch nicht toll zugeht, aber ich fragte trotzdem nochmal nach und dort wurde alles bestaetigt. Die Kaelbchen bleiben keinen Tag bei den Muettern, welche dann direkt gemolken werden, damit Menschen die Milch trinken koennen. Die Kaelbchen bekommen keine Kuhmilch, also keine Muttermilch. Sowohl Kuehe als auch Kaelbchen weinen.

edit: und die Kuehe bekommen vor der Geburt 2x Antibiotika in den Euter gespritzt, damit sich erstmal keine Milch bildet und dann spaeter keine Rueckstaende in der Milch sind.

Es ist so traurig.

Jedenfalls habe ich das nur ganz kurz meinem Vater erzaehlt, weil ich es nicht verstehen kann, dass er soooo ignorant ist (er denkt, nur weil er immer Bio kauft und Fleisch mit Siegel, etc., bedeutet das, dass er gute Dinge isst) und immer wieder versuche, ihm zu erzaehlen, was so passiert.

Nach wenigen Saetzen schnitt er mich ab und meinte, es sei ihm voellig egal, da die Kuehe ja Nutztiere seien und das waere dann eben normal, dass man ihnen die Kaelber wegnehme.

Da musste ich erstmal schlucken.

Es gibt immer solche Leute, aber wenn sie in der eigenen Familie sind, ist da noch bloeder.

Dafuer hatte ich aber in San Diego ein super Erlebnis. Generell ueberwiegen die positiven 🙂

Im Hostel kam ich ins Gespraech mit einem Mann, der mir erzaehlte, dass er in den San Diego Zoo gehen wollte und, jetzt kommt es, auch in die fucking behinderte (sorry, es tut mir nicht leid, das so zu sagen!) SeaWorld. Ich war ueberhaupt nicht auf Missionsdrang, sondern wollte einfach meine Zeit in San Diego geniessen und meinte nur, als er fragte, ob ich dort auch hingehen wollte (sind die Hauptattraktionen in San Diego), dass ich auf keinen Fall hingehen wuerde, da ich der Ansicht sei, Tiere sollten nicht fuer unsere Belustigung eingesperrt sein und es haette einen Grund, warum hier zum Beispiel keine Loewen leben wuerden. Ich habe gar nicht viel gesagt, aber der Mann fragte nach und dann erzaehlte ich ein bisschen und schliesslich sagte er „you know what, I really do not want to go there anymore, there are so many other things to do here, right? I have never thought about it like this before, but you are so right“. aaaawwwww 🙂 Ich habe mich so gefreut, das koennt ihr euch gar nicht vorstellen 🙂

Fast wie ein Weihnachtsgeschenk!

Ich hoffe, ihr seid alle nicht so sehr im Stress und freut euch auf die Feiertage!

Fuer alle, die es interessiert, hier noch meine neuen Adidas.

Ich habe eeeeewig Laufschuhe anprobiert und einfach keine gefunden, die mich ueberzeugten. Schuhe muss man anziehen und „die sind es“ denken! Am Ende hatte ich 2 Paar, von denen ich gerne eine Mischung gehabt haette. Dies sagte ich dann dem Verkauefer und dann zeigte er mit ein Paar, welches ich auch ganz gut fand (grau mit gruen). Allerdings hatten sie diese Schuhe nicht mehr in meiner Groesse und so sagte er die magischen Worte „I am so sorry, we do not carry these ones in your size, but I have them in pink? Really sorry about that“. Und das meinte er auch. Ich glaube, ich habe ein bisschen gequietscht, als ich meinte, dass ich die pinken doch VIEL LIEBER haette 😀

Und dann probierte ich sie an und war im  Himmel 🙂 So toll.

Aber meine Fitnessschuhe sind auch super! (und pink von innen, daber habe ich gar nicht explizit danach geguckt!).