Ich will nur mal schnell etwas loswerden.

Die Leute hier bei PETA sind mit Abstand die nettesten, hilfsbereitesten und positivsten Menschen, denen ich je begegnet bin.

Nicht zu vergessen, dass sie alle fit und gesund sind 🙂

Ganz ehrlich, ich hatte schon erwartet, dass sie nett seien würden (das kommt einfach, wenn man vegan lebt ;))

Aber dass meine Kollegen alle SO nett sind… Einfach toll 🙂

Und auch, wenn das so klischee-mäßig klingt (und für Omnivore meist auch ein bisschen abgespaced), es ist so eine leichte, helle und positive Atmosphäre überall und alle haben eine ja, das ist so schwer in Worte zu fassen, eben eine leichte Aura.

Das Arbeitsklima ist auch einfach nur ein Traum, alle gehen so freundlich, respektvoll und aufrichtig miteinander um, es macht einfach Spaß.

Hier sind Menschen bei der Arbeit, die ihren Job von Herzen gerne machen und das merkt man jede Sekunde.

Ich fand PETA ja schon vorher gut (sonst hätte ich ja hier auch kein Praktikum gemacht!), mittlerweile bin ich aber soooo von der Organisation überzeugt, es ist der Wahnsinn, was hier geleistet wird!

Allen voran natürlich Ingrid Newkirk. Die Frau ist der beste Beweis, dass Veganer länger leben und fit sind! Sie sieht 12 Jahre jünger aus, als sie tatsächlich ist und ist einfach so fit.

Ich bin so froh, hier zu sein und ich bin mir ganz sicher, dass das mit PETA nicht von kurzer Dauer ist 🙂

In Fakt (kann ich das so in Deutsch sagen??? Heeeelp!), ich plane gerade eine Weiterführung meines Praktikums in London!

Eigentlich wollte ich ja in ein anderes Unternehmen und ganz früher habe ich mal davon geträumt, bei Selfridges im Marketing zu sitzen, aber mittlerweile will und kann ich das gar nicht mehr.

Ich habe so keine Lust, in einer Firma zu arbeiten, die Sachen verkauft, deren Herstellung gegen alle meine Grundsätze verstößt.

Da mache ich mich lieber selbstständig mit einem veganen Restaurant, das ist im Grunde ja mein echter Traum 🙂

Ich weiß nicht, wie es euch Veganern da draußen geht, könnt ihr euch vorstellen, zum Beispiel bei McDonalds zu arbeiten?

Oder bei Estée Lauder?

Ich habe momentan noch nicht mal Lust, bei einer vegetarisch-orientierten Firma zu arbeiten.

Zum Glück gibt es PETA 😉

Habt noch einen schönen Abend (oder Tag oder Morgen…)!

Question: Wie sieht es bei euch aus? Ist es euch wichtig, dass eure Arbeit mit euren Werten übereinstimmt? Oder macht ihr so ziemlich alles für Geld?

Ich bin extrem.

„Ihr Veganer seid immer so extrem mit allem“

„Du bist aber echt krass extrem mit dem, was du isst“

„Veganismus – das ist mir zu extrem“

Sicher kennt ihr diese Sprüche alle.

Und ich selbst habe das gesagt, als ich noch Vegetarierin war und mir NIEMALS vorstellen konnte, mich rein pflanzlich zu ernähren, obwohl ich zum Beispiel keine Milch getrunken oder Eier gegessen habe.

Aber auch für mich war es so extrem. Zumindest erschien mir das so. Eigentlich war es immer nur anders und auch ein bisschen anstrengend, wenn man mal ehrlich ist. Sogar beim Kaugummi muss man aufpassen oder bei der Zahnpasta.

Heute gibt es für mich keine besser Ernährungsweise als die vegane.

So viele entschuldigen bzw. verteidigen ihre Entscheidungen, tierische Produkte zu verzehren. Auch ich habe das getan und gesagt, dass ich ja, wenn ich mal Mozzarella essen würde, dann aber nur Bio-Qualität kaufe. Weil das ja auch so einen riesen Unterscheid für die Kühe macht.

Die werden auf den Bio-Bauernhöfen nämlich nicht permanent besamt und die Kälber werden ihnen dann  auch nicht nach der Geburt weggenommen. Nein, da ist alles ganz traumhaft schön idyllisch und die Kühe haben einen Milchüberschuss in Fakt, deswegen MÜSSEN wir Menschen ihnen HELFEN, indem wir ihre Milch trinken.

Aber Sarkasmus beiseite.

Hier bei PETA stoße ich auf so viele Schandtaten und jedes Mal aufs Neue kommt mir wirklich das Kotzen, und das meine ich auch so.

Jedes Mal, wenn ich sehe, wie ein Fisch bei lebendigem Leibe gehäutet wird, eine Kuh zerteilt wird, obwohl sie nicht tot ist, wenn Enten bei vollem Bewusstsein gerupft werden, Katzen im Labor zur Belustigung der Pfleger die Krallen ausgerissen werden, Pferde für Speed-Tests in den Tod getrieben werden, Tiere durch anal oder vaginal eingeführte Stromschläge getötet werden, dann bleibt mir der Mund offen stehen und ich frage mich, wie Menschen so etwas tun können und vor allem, wie andere so etwas zulassen können.

Neulich habe ich einen Report gelesen, in dem es um Hühnerfarmen ging. Das war wieder ein Moment, in denen ich kopfschüttelnd vor dem Computer saß und minutenlang gar nicht begreifen konnte, was ich da gelesen hatte. Die Hühner werden teilweise sexuell (ja, sexuell) missbraucht. Ernsthaft? Auf so eine Idee muss man überhaupt erstmal kommen!

Und das schlimme ist, dass die Videos, die von PETA und anderen Organisationen gezeigt werden, keine Einzelfälle sind oder nur die schrecklichsten Szenen herausstellen. Vieles ist so grausam, dass man es gar nicht zeigen kann.

Da dachte ich, Earthlings sei brutal und dann geht es immer noch härter.

Alles, was mir da einfällt, ist: Ich bin gerne extrem, wenn das heißt, dass ich nicht will, dass wegen mir Tiere gequält und getötet werden.

Oh ja, ich bin mit Leib und Seele extrem, wenn dieses Wort mit Veganismus gleichgesetzt wird.

Auf Extremismus.

Und darauf, dass noch viel mehr Menschen sehen wollen, was mit den Tieren passiert und handeln.

Ich finde, es ist eine Sache, Produkte zu kaufen, deren Hintergrund man nicht kennt. Wenn allerdings die Fakten auf dem Tisch liegen, und man trotzdem noch diese Produkte kauft, dann seid ihr für mich genauso ignorant, wie ich für euch extrem bin.

Habt ihr noch Lust auf Fleisch?

Es ist ein Video von vielen.

(Und ich verspreche euch, dass es morgen leichtere Kost gibt und Highlights von der Outreach-Tour bei Rise Against.)