Plastic People, London

Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan von elektronischer Musik und war bis dato etwas enttäuscht, dass in London kein Club ist, der mir so richtig gefällt.

Gestern dann war ich im Plastic People und Freunde, DAS ist mal ein Club! Erinnert mich stark an die Berliner Szene und somit ein Hit.

Der DJ von gestern ist Nick Höppner, passenderweise aus Berlin und einfach super. Im September legt er im Robert Johnson auf. Alle, die im Rhein-Main-Gebiet sind: geht hin!!

Hier mal ein Eindruck via YouTube. Und auch wenn Nick live besser war, will ich direkt weiterfeiern 🙂

Plastic People ist nicht sonderlich groß und im Keller eines Gebäudes nahe der Liverpool Street Station.

Getränke gibt es aus Plastikbechern zu wirklich günstigen Preisen (Vodka + Softgetränk ca. 5 Euro) und die Bartender waren alle super nett und haben ohne Murren literweise Wasser ausgeschenkt.

Auch die Akkustik ist im komplett schwarzen Tanzraum sehr gut!

Ein Besuch lohnt sich.

Der Club legt wert darauf, dass keiner Drogen nimmt und sogar mein Portemonnaie wurde gefilzt- etwas, das mir noch nie passiert ist. Allerdings, und das ist keine Überraschung, haben natürlich trotzdem Leute etwas genommen.

Vom Publikum her ist es sehr typisch für die Musik- tolerante Musikliebhaber, die tanzen und nicht gutaussehen wollen.

Hier ein paar Impressionen. Besonders die pinken Toiletten mag ich, die man nicht abschließen kann.

Ich musste sehr lachen über das Schild mit dem Wasserhahn, aber es war durchaus berechtigt, da Engländer die Technik nicht kennen und völlig verzweifelt an den Waschbecken standen 😀

Plastic People- 100% empfehlenswert!

Wie man sich nicht ablenkt, sondern tatsächlich etwas schafft.

Ja, so sieht es aus!

Denn nach der ganzen Ablenkung hatte ich genug. Ich bin sehr zielstrebig und ehrgeizig und habe dann einen Plan entwickelt, wie ich effizient an meiner Diplomarbeit schreiben werde.

Und zwar folgendermaßen.

Ziele setzen. Ein due-date festlegen. Zwischenresultate „veröffentlichen“.

Und diese dann

  • mit Meilensteinen in den Kalender/Planer markieren (macht nur Sinn, wenn man diesen auch wirklich benutzt!)
  • Abhaken, was geschafft wurde.
  • Freunden/Familie davon erzählen und due-date verkündigen („Am Sonntag schaffe ich die … Wörter“)
  • Freunde/Familie animieren, einen nach dem aktuellen Stand zu fragen („Hast du die … Wörter jetzt geschafft?“ Macht nicht so viel Sinn, wenn ihr unter Druck nicht gut arbeiten könnt. Ich jedenfalls bringe unter Zeitdruck die besten Resultate.
  • Freunden/Familie/Kollegen, etc. Texte zum Korrekturlesen geben. Und vorher ankündigen, wann wieviel zum Lesen übergeben wird. Diese Daten gleich in den o.g. Kalender eintragen. Somit ist man gezwungen, auch wirklich etwas zu tun.
  • sich Limits für diverse Aktivitäten setzen. Ich zum Beispiel habe mir in den Kalender notiert: 20 Min. für meinen Blog, 10 Min. für andere Blogs, 20 Min. Foto-Bearbeitung, 1h Sport, 10 Min. YouTube, usw. Den Kalender habe ich dann offen neben meinem Laptop liegen und ich gucke immer streng darauf, sodass ich diese Zeiten auch einhalte! Gut ist es auch, sich eine Stoppuhr zu stellen oder direkt online den Zugriff auch bestimmte Seiten zeitlich einzuschränken.
  • früh ins Bett gehen, damit man morgens nicht so lange schläft und den Tag besser nutzen kann (mit früh meine ich vor 3h)
  • feste Zeiten für Mahlzeiten einplanen. Verhindert, dass man das Essen vergisst und dann immer wieder für Snacks in der Küche verschwindet und dadurch noch mehr Zeit verplempert.
  • Freunden/Familie Bescheid geben, dass man gerade viel zu tun hat und sie einen bitte nicht wegen jeder Kleinigkeit kontaktieren sollen.
  • Pausen machen. Wir kennen das alle, es kommt ein bestimmter Zeitpunkt, an dem einfach nichts mehr geht. 10 Min. TV schauen, Sport machen, oder was auch immer ihr wollt, Hauptsache, ihr seid weg vom Laptop und euren Unterlagen.
  • nur 1x pro Woche aufräumen, nicht mehrmals täglich (wir wissen, es ist nicht umsonst die Nr.1 in meiner Ablenkungs-Liste)
  • einen strukturierten Arbeitsplatz haben. Es ist erwiesen, dass dann die Effizienz steigt und die Ablenkung sinkt (und da ich hier keine Diplomarbeit, sondern einen Blog schreibe, gibt es auch keine Fußnote bzw. Link zu dieser Studie :P)
  • Prioritäten setzen. (Der Grund, warum ich es nicht schaffe, die diese Woche fertig zu bekommen und generell momentan nicht jeden Tag blogge.)
  • Prioritäten setzen.
  • Prioritäten setzen. Ich kann es nicht oft genug sagen, es ist so wichtig. Fragt euch, was euch am wichtigsten ist, bevor ihr Entscheidungen trefft.

Aber trotz allem Lerneifer solltet ihr auch den Spaß nicht vergessen. Wer die ganze Woche doll arbeitet, der kann auch am WE mal feiern gehen zur Belohnung und einfach, weil das Leben lebenswert sein soll.

Im Rhein-Main-Gebiet empfehle ich das Robert Johnson allen, die gerne Elektro hören. Und keine Sorge, ich nehme keinerlei Drogen und habe trotzdem immer eine wirklich richtig gute Zeit da 🙂

Habt ihr noch die ultimativen Tips auf Lager? Etwas, das ich vergessen habe? Her damit!