Ein veganes Menü für Freunde.

Am Sonntag vor ein paar Wochen habe ich für ein paar Freunde ein veganes Menü gekocht.
Ich wollte das schon ewig machen, aber wir haben es bisher nicht geschafft.

Es hat mir total Spaß gemacht, das Essen zu planen, auch wenn ich es super schwer fand, mich für ein Dessert zu entscheiden.
Normalerweise würde ich meine rohe Himbeertorte machen, oder eine Tarte mit auf Bananen basiertem Eis dazu. Allerdings sind die meisten meiner Freunde hier (zumindest die, welche gekommen sind) nicht sooo into healthy living und sagen jedes Mal, wenn ich etwas backe, dass Zucker fehlen würde (auch wenn mir selbst der Teig viel zu süß ist).

Also dachte ich, ein Dessert mit Sauce ist prima, weil ich dann die Sauce zuckerzuckerzuckersüß mache und sich jeder sein Essen dadurch nach Laune süßen kann.

Ein Crumble ist zwar toll und vor allem einfach, aber meine Freunde lieben Schoki und ich wollte etwas Besonderes machen.

Online fand ich dann Raspberry Truffle Brownies   (natürlich habe ich die Zuckermenge reduziert…) und musste gar nicht mehr überlegen. Dazu gab es eine Karamell-Sauce, die einfacher nicht hätte sein können: brauner Zucker, etwas (1TL vegane Margarine) + vegane Milch oder sogar Sahne nach Belieben und dann alles ein paar Minuten im Mixer laufen lassen, bis sich die Zuckerkristalle auflösen. Der Karamell-Geschmack kommt ganz von allein. Es hat niemand geglaubt, dass ich die Sauce nicht gekocht habe!

Als Vorspeise wollte ich einen Salat. Ich esse täglich Salat und überzeuge gerne die Leute davon, dass Salat nicht langweilig ist! Das ist mir auch gelungen 🙂

Für den Salat

  • Babyspinat
  • Ruccola
  • geriebene Möhren
  • Kichererbsen
  • Frühlingszwiebeln
  • getrocknete Tomaten
  • frische Cocktailtomaten
  • Rote Bete
  • Erdnüsse
  • Rosinen

Dazu gab eine ein Dressing, welches meinen Gästen so gut geschmeckt hat, dass jeder das Rezept haben wollte.

Für das Rote-Bete-Senf-Dressing:

  • Rote Bete Saft
  • Senf
  • etwas Balsamico
  • Wasser
  • ein klein bisschen Olivenöl
  • Herbs de Provence
  • Salz, Pfeffer
  • Cumin

Zum Hauptgang hatten meine Freunde nur 1 Wunsch mit 2 Zutaten: etwas Deutsches mit Kartoffeln und Sauerkraut. Ich habe es mir einfach gemacht und einen Auflauf gezaubert auf Kartoffelbrei, Sauerkraut und veganen Würstchen.

Konkret habe ich einfach Kartoffeln gestampft und mit frischem Muskat, Salz und etwas Pfeffer, und das Ganze habe ich mit ein klein bisschen Wasser vermischt. Ich bin kein Fan von Kartoffelmus mit Fett.

Für das Sauerkraut habe ich eine Schalotte angeschwitzt und kleingeschnittene trockene Tomaten hinzugefügt. Als Gewürze habe ich wieder Herbs de Provence, Salz und Pfeffer genommen. Dann habe ich noch etwas frische Tomaten dazugebenen, separat die Würstchen gebraten, kleingeschnitten und dann alles geschichtet und im Ofen gebacken. Ganz ohne Käse-Ersatz oder sonstiges. Auf den Fotos sieht der Auflauf verbrannt aus, war er aber ehrlich nicht!

Alles in allem war es einfach toll, und die super Gesellschaft hat geholfen 🙂

Ich koche liebend gerne und besonders gerne für Freunde, die sonst nicht vegan leben.

Schön war es- gerne bald wieder!

Macht ihr oft Dinner-Parties und kocht ihr gerne für Freunde?

Sauerkraut + Pasta = eine gelunge Kombination.

Vor ca. 2 Jahren hat meine damalige Mitbewohnerin in Berlin Spaghetti gekocht und diese mit Sauerkraut und Sahne vermengt. Ich weiß noch, dass ich es sehr unappetitlich fand (besonders, weil außer Salz keine weiteren Zutaten verwendet wurden), aber ich wollte unbedingt die Kombination von Sauerkraut und Pasta ausprobieren.

Bereits beim ersten Versuch ist es mir gelungen, ein super leckeres, einfaches und vor allem schnelles Gericht zu kreieren!

Ich habe es gestern wieder gekocht und meine (neue) Mitbewohnerin war absolut hin und weg. Sie liebt Sauerkraut und ich habe sie zum Probieren überredet. Dabei ist es allerdings nicht geblieben 😉

Sauerkraut-Pasta-Gericht

Schwierigkeitsgrad: sehr einfach

Zubereitungszeit: 20 Min.

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 250g Pasta (ungekocht)
  • 350g Sauerkraut
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1/2 TL Balsamico oder anderer Essig
  • 1 TL Olivenöl
  • wer mag: 100g Tofu (geräuchert oder normal)
  • ca. 10 Cocktail-Tomaten
  • 200ml Flüssigkeit nach Belieben (Pflanzenmilch, Pflanzensahne, Wasser, Gemüsebrühe…)
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • frische Kräuter: z.B. Petersilie oder Salbei
  • optional: getrocknete Tomaten, veganer Käse

Zubereitung:

Die Pasta in Salzwasser al dente kochen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Tofu fein würfel und im Olivenöl anbraten, bis die Zwiebeln glasig und der Tofu gebräunt sind. Wenn getrocknete Tomaten verwendet werden, diese klein schneiden und jetzt mit hinzufügen. Nun das Sauerkraut zur Pfanne geben und gut umrühren. Die Gewürze hinzugeben, Tomatenmark und Essig unterühren und mit der Flüssigkeit ablöschen. Ca. 3 Min. köcheln lassen, bis nur noch wenig Flüssigkeit vorhanden ist. Die Cocktail-Tomaten halbieren und unterheben.

Die gekochten Nudeln abtropfen und mit der Sauerkraut-Masse vermengen.

Mit frischer Petersilie bestreuen und servieren.

Wer mag, kann dieses Gericht noch mit geriebenem Käse verfeiern oder ein paar geröstete Sonnenblumenkerne darüber streuen.

Ich habe gestern Salbei verwendet und diesen mit dem Sauerkraut zugleich in die Pfanne gegeben, während ich Petersilie immer am Schluss hinzufügen würde.

Ich bin kein Freund von Sahne-Saucen, und habe nur einen Schuss Sojamilch in die Pfanne getan und für die restliche Flüssigkeit Wasser verwendet, aber wer es etwas schwerer mag, kann auch komplett Sahne verwenden. Die besten Rezepte sind meiner Meinung nach die, die man nach Belieben umwandeln kann 🙂

Guten Appetit allerseits 🙂