After-Thanksgiving Dinner und Stuffing-Rezept.

Zunächst mal zum Stuffing.

Schon in Irland hat mich das irritiert. „Stuffing“ sollte etwas sein, dass IN etwas drin ist. Und nicht etwas, dass man als Beilage serviert.

Nichtsdestotrotz habe ich für das Potluck-Dinner, für das ich am Freitagabend eingeladen war, ein Stuffing gemacht.

Und diesen fantastischen Kuchen hier. Mit Schokotropfen. Jeder war begeistert. Einschließlich mir.

Aber das Stuffing war auch sehr lecker. Ich hatte letzte Woche ein Video von gesehen, in welchem sie ein Stuffing gemacht hatte, und mich daran ein bisschen orientiert, da ich noch nie Stuffing gemacht habe. Stuffing. Stuffing. Stuffing. Soll ich es nochmal sagen? Ja? Ok. Kein Problem. STUFFING.

etwas aus dem Fokus. Zwiebeln + ich= verschmiertes make-up

Veganes Stuffing

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zubereitungszeit: 20 Minuten, plus 40 Minuten Backzeit

Zutaten für 6 Personen:

  • 500g altbackenes Brot, in Stücke geschnitten (oder frisches Brot, das im Ofen geröstet wird)
  • 2 große Möhren
  • 3 Selleriestangen
  • 1 Zwiebel
  • 200g gekochte Linsen
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Salbeiblätter
  • 1 EL Thymian
  • 2 TL Olivenöl
  • 1 EL Kokosfett
  • 1,5 EL Mehl
  • 300ml Milchersatz
  • 100ml Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Senf

Das Gemüse klein schneiden und im Olivenöl dünsten.

Die Kräuter fein hacken. (Ich lasse die Petersilie immer grob.)

Währenddessen eine Roux aus dem Kokosfett, Mehl, und Milchersatz und Wasser herstellen. Die Lorbeerblätter und die halbe Zwiebel hinzufügen (wer mag, die Zwiebel mit einer Nelke spicken) und das ganze köcheln lassen für ca. 20 Minuten. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Curry und Senf abschmecken.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

In einer ofenfesten Form die Brotwürfel mit dem Gemüse mischen, die Kräuter unterheben und alles mit der Roux vermischen.

Mit Alufolie abdecken und ca. 20 Minuten im Ofen backen. Die Alufolie entfernen und 10 weitere Minuten backen.

Servieren.

Für Vegetarier ist es einfach so gut mit einem Salat an der Seite, für Fleischesser ist es prima als Beilage geeignet und passt auch zu einem Weihnachtsbraten.

(nur als Randnotiz: das Stuffing war NICHT verbrannt, auch wenn es so aussieht auf dem Bild ;))

Dankbarkeit.

Hier in den USA ist ja heute Thanksgiving. (mit heute meine ich gestern, denn bei euch ist es ja jetzt sehr früh am Freitagmorgen!)
Ich glaube, wenn ich hier leben würde, wäre es mein Lieblings-Fest und würde sogar Weihnachten toppen. (Das heißt viel, wenn ich das sage, weil ich Weihnachten liebe und einfach alles, was dazu gehört)
Mir gefällt die Idee, mit seinen Lieben zusammenzukommen, ganz ohne Geschenke und ohne Kommerz (vom Black Friday abgesehen!), dass man zelebriert, für was man dankbar ist. Das hat so etwas Friedliches, finde ich.

Es wird ja immer großgeschrieben, dass man Dankbarkeit zeigt. Sobald man ein Bild von einem hungernden Kind in Afrika sieht, wird einem wieder mal vor Augen geführt, wie gut es einem geht.
Doch meistens, zumindest aus meiner Erfahrung, ist das keine Dankbarkeit, sondern vielmehr ein Gefühl der Erleichterung, dass man relativ sorgenfrei leben kann.

Mit Dankbarkeit wird auch Kommerz betrieben. Beispielsweise am Muttertag.

Aber ich bin der Meinung, dass man jeden Tag dankbar für etwas sein sollte, nicht nur an Thanksgiving oder am Muttertag. Und wenn man so etwas gefunden hat, dann ist das bestimmt echte Dankbarkeit.

Was ist „echte“ Dankbarkeit? Ich finde, dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, da fällt uns bestimmt so manches ein.

Ich bin prinzipiell ein Optimist und sehe in eigentlich allem etwas Positives und versuche, zu verstehen, warum manche Dinge so sind, wie sie sind, warum Verschiedenens passiert, etc.
Und während ich so vor mich hin „optimistiere“, begegne ich vielem, für das ich von ganzem Herzen dankbar bin.
Zum Beispiel für die Change, hier in LA zu sein.
Für alle Herausforderungen, die sich mit gestellt haben, besonders im letzten Jahr (und das waren etliche), denn ich bin unglaublich an ihnen gewachsen.
Für meine Eltern, die mich nach bestem Wissen und Gewissen erzogen haben und dank denen ich in der Lage bin, wichtige Entscheidungen zu treffen und dabei nur auf mich zu hören und nicht auf andere.
Für meine Freunde.
Für meinen Körper, der, obwohl er keine Modelmaße hat, gesund ist, dazu zählen auch meine Beine, mit denen ich nicht in alle Stiefel passe, aber die mich überall hintragen, mit denen ich kilometerweit laufen kann. So wie vorhin, als ich joggen war und dankbar war, dass ich überhaupt joggen gehen kann.
Für Reisen, die ich gemacht habe, auch die zu mir selbst.
Und besonders dankbar bin ich für alle Erkenntnisse. Könnt ihr euch daran erinnern, wenn früher die Erwachsenen gesagt haben „du musst dich ja erstmal selbst finden“, etc. (Oder kennt ihr die, die das heute noch zu euch sagen?). Ich dachte immer nur „ach ja, du mich auch“. Ehrlich. Das hörte sich für mich immer seeehr seltsam an und ich fragte mich, was die Leute wohl für Probleme hatten? Ich jedenfalls dachte, ich wüsste sehr genau, wer ich sei, was ich mag, usw.
Aber erst jetzt, mit 24, nachdem ich so viel erlebt habe und vor allem auch so viel alleine gemacht habe, weiß ich wirklich, was mir wichtig ist, worauf es mir im Leben ankommt. Und das finde ich, ist das größte Geschenk, das man bekommen kann.

Wofür seid ihr dankbar?

Happy Thanksgiving.

P.S.: Jetzt habe ich diesen Artikel 2x Korrektur gelesen und bin nun total verwirrt, ob mein Deutsch korrekt ist… Zu viel Englisch hier 😉 Also, wenn ihr noch Fehler findet, oder Sätze keinen Sinn machen, einfach mal ins Englische übersetzen, haha!