Erinnerungen und ein englisches Dinner.

Ich habe mir vorhin einen französischen Zopf geflochten und dabei extra eng geflochten, damit es besser hält. Dabei musste ich an meine Turn-Zeiten zurückdenken, denn da haben die Mütter uns Mädchen auch immer die Haare fest zusammenbinden müssen. Sehr beliebt war es, dass die Mütter sich gegenseitig Tipps gegeben haben, denn wenn eine die Haare schön hatte, wollten die anderen das natürlich auch. Mir tut meine Mama im Nachhinein noch leid, da sie nicht so besonders talentiert ist, wenn es um das Haaremachen geht und ich als Kind darüber so frustriert war, dass ich sogar geweint habe. Kein Scherz. Einmal, als meine Mama nicht da war, wollte mein Vater mir 2 Zöpfe flechten und hat mich glauben lassen, dass er das kann… oh weh. Ich glaube, ich habe meine hellblauen Seehund-Haargummis aus Wut auf den Boden gepfeffert (nach diesem Erlebnis habe ich die „Fähigkeiten“ meiner Mutter mehr geschätzt ;)). Und wer jetzt Mitleid mit mir hat: meine Mutter konnte am Ende sogar den Fischgräten-Zopf! Hossa.

Daran habe ich ewig nicht gedacht. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell Erinnerungen zurückkommen; oft so plötzlich, ausgelöst durch ein Bild oder einen Geruch.

Wenn wir schon beim Thema Turnen sind, hier 3 coole Videos.

Sie ist unglaublich:

Wie gut ist sie bitte?!?! Auf YouTube findet ihr noch weitere Videos von ihr, falls ihr Interesse habt. Zum Beispiel dieses hier:

Und jetzt zum Dinner! Ich habe mich nämlich erinnert, das Kartoffeln manchmal ganz gut schmecken ;). Im Grunde bin ich nicht so der Fan, muss ich sagen.

Im Supermarkt habe ich dann Kartoffeln für den Ofen gesehen und hatte sofort folgendes Essen vor Augen:

Ok, vielleicht nicht ganz so, aber an Baked Beans habe ich in jedem Fall gedacht 🙂

Die Kartoffel habe ich ohne Vorkochen im Ofen gebacken (ohne sie abzudecken oder einzuwickeln in Alu-Folie) und es hat prima geklappt.

Dazu die erwärmten Baked Beans (zuckerreduziert und ohne Aromen und Farbstoffe, wenn schon Dosenfutter, dann halbwegs gesund!) und, weil es ohne frisches Gemüse nicht geht, Babyspinat und Cocktailtomaten. Außerdem gab es, wie man vielleicht erkennen kann, einen ordentlichen Schuß Chilli-Sauce (ich habe eine ganz tolle ohne Knoblauch und Zucker gefunden!!)

Es war sooo lecker. Wirklich sehr gut. Und schön scharf.

Habt ihr auch solche „memory flashbacks“? Wenn ja, wollt ihr welche teilen? Sind ehemalige Turner/innen unter euch?

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Manchmal muss es Pasta sein.

Aber nur manchmal.

Gestern Abend, als ich durch die Schränke in der Küche blickte, um zu sehen, was ich alles aufbrauchen muss, sah ich eine Packung Lasagneblätter. Und sofort hatte ich so eine Lust auf Lasagne, dass ich eben einfach eine gemacht habe.

Obwohl ich überhaupt keine wirklichen Zutaten dafür da hatte, Babymöhren, 1 Zucchini, Spaghetti-Squash, Babyspinat und Edamame waren die einzigen Gemüsesorten 😉

Nun ist es ja so, dass ich wahnsinnig gerne improvisiere und aus noch so wenigen Zutaten ein tolles Gericht zaubern kann und diese Lasagne ist so gut, dass ich sie euch unmöglich vorenthalten kann!

Sie enthält einiges an Kohlehydrate, aber das ist mir schnurz.

Ich hoffe, sie schmeckt euch genauso gut wie mir.

Lasagne mit Babyspinat und Spaghetti-Squash

Schwierigkeitsgrad: einfach

Zubereitungszeit: 15 Min. + ca. 40 Min. Backzeit

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 1 Packung Lasagneblätter
  • 1 Rezept von meiner Keine-Käse-Pasta-Sauce
  • 4 große Handvoll Babyspinat (2 davon gehen in die Sauce)
  • ca. 200g gekochter Spaghetti-Squash
  • ca. 150g gekochte Kichererbsen (optional!)
  • 6 große Salbeiblätter
  • 150ml Pflanzenmilch (ich gieße die immer einfach über die Lasagne, bevor sie in den Ofen geht, weil ich Saucen gerne mag, das kann man aber auch weglassen)
  • ca. 600ml Tomatensauce (wenn es schnell gehen muss, einfach Tomatenpassata nehmen und mit italienischen Kräutern, 1 Schuss Balsamico und Agavendicksaft, 1 El Olivenöl und Salz und Pfeffer vermischen)
  • ca. 200g geriebener Käse (ich habe diesen hier genommen und es war wirklich gut! Wer keinen veganen Käse da hat, der deckt die Lasagne die ersten 30 Min. ab und serviert sie z.B. mit ein bisschen Hummus oder einfach mit ein paar Hefeflocken bestreut.)

Zubereitung:

Beim Zubereiten der Keine-Käse-Sauce 2 Handvoll Babyspinat mit in den Mixer geben.

Die Lasagne nach Belieben schichten, zuallererst aber mit einer Sauce anfangen und mit einer Sauce abschließen.

Ich habe es wie folgt gemacht:

Keine-Käse-Sauce, Lasagneblätter, Keine-Käse-Sauce, Tomatensauce, Spaghettisquash,  Babyspinat, Kichererbsen, kleingeschnittener Salbei, Lasagneblätter, usw.

Die letzte Schicht war eine Mischung aus beiden Saucen, noch mehr Salbei und dem geriebenen Käse.

Yummi. Da habe ich mir heute sogar was auf die Arbeit mitgenommen 🙂

Weihnachtlicher Salat mit süß-salzigen gebrannten Mandeln.

Na, klingt der Titel nicht gut?

Dazu eine rote Orangen-Zimt-Vinaigrette.

Lunch fuer die Arbeit 🙂

Ich ♥ Salat soooo sehr und esse ihn fast jeden Tag. Wenn ich ihn auf die Arbeit mitnehme, will ich etwas „Aufregendes“ und nicht nur grüne Blätter und Dressing. Dieser weihnachtliche Salat ist perfekt und schmeckt super lecker!

Hier kommt das Rezept.

Weihnachtlicher Salat mit gebrannten Mandeln und Orangen-Zimt-Vinaigrette

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zubereitungszeit: 10 Minuten

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Handvoll Ruccola oder Rapunzel
  • 2 Handvoll Babyspinat
  • 4 kleine vorgekochte Rote Bete
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 Möhre
  • ca. 10 Cherrytomaten
  • 1-2 Selleriestangen
  • ca. 1 EL Kapern
  • 150g Mandeln
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 60ml Rote Bete Saft (ich habe den aus der Packung, in der die Rote Bete war, aufgefangen)
  • 60ml Orangensaft
  • 3 EL Rotweinessig
  • ca. 50ml Olivenoel
  • 1 TL Ingwer
  • 1 EL Zimt
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer

Mit den gebrannten Mandeln beginnen. Ich habe meine in Scheiben geschnitten, dann in einer Pfanne angeröstet, den Zucker dazugegeben, einmal geschwenkt, den Herd ausgeschaltet, ca. 1 TL grobes Meersalz dazugegeben und das Ganze abkühlen lassen. Am Besten geht das auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.

Für den Salat das Gemüse waschen bzw. ggf. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einer Schüssel anrichten.

Nun das Dressing zubereiten. Dazu alle Zutaten gut miteinander verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann noch frische Minze, Koriander oder Petersilie unterheben. Ich habe Thymian genommen, weil wir den gerade da haben.

Um den Salat noch etwas gehaltvoller zu machen, habe ich noch Tofu mit in den Mix gegeben. Den Tofu hatte ich zuvor in einer Marinade aus Olivenöl, Sojasauce, milder und scharfer Paprika, etwas Garam Masala und viel Ingwer eingelegt und dann im Ofen gebacken.

Gut passt auch gerösteter Kürbis in diesem Salat, Orangenfilets, gedämpfter Brokkoli…

Die Kombination von süß und salzig und die verschiedenen Texturen (ich hoffe, das sagt man auf Deutsch so…) machen diesen Salat wirklich zu etwas Besonderem 🙂

Vor dem Servieren die gebrannten Mandeln über den Salat streuen und mit der Vinaigrette servieren.

Guten Appetit 🙂